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Mit Mehrkosten bei der Schülerbeförderung von voraussichtlich rund 160.00 Euro in diesem und 220.000 Euro in den Folgejahren muss der Ortenaukreis durch die Einrichtung der Werkrealschulen im Kreis rechnen. Diese Zahl nannte Landrat Frank Scherer in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik, der sich mit den Auswirkungen der neuen Werkrealschulkonzeption auf die Schülerbeförderung im Ortenaukreis befasste. Die Kostenschätzung beruht auf einer Umfrage bei allen Städten und Gemeinden, die die Kreisverwaltung im Frühjahr durchgeführt hat.Danach haben die Städte und Gemeinden im Ortenaukreis zu Beginn des laufenden Schuljahres 24 Werkrealschulen eingerichtet. Drei weitere Standorte werden zum Schuljahr 2011/12 hinzukommen. Die Werkrealschulen im Ortenaukreis zählen derzeit 5190 Schüler. Da die Werkrealschulen auf mehrere Standorte verteilt sein können, hat ihre Einrichtung erhebliche Auswirkungen auf die Schülerbeförderung. Die zusätzlichen Fahrten ziehen insgesamt Mehrkosten von rund 300.000 Euro im Jahr für die Städte und Gemeinden als Schulträger nach sich. Hiervon hat der Kreis nach den derzeitigen Erstattungsrichtlinien 150.000 Euro zu tragen. Darüber hinaus muss der Kreis voraussichtlich für weitere Schülermonatskarten, die den Eigenanteil von 30 Euro pro Schüler übersteigen, rund 10.000 Euro aufbringen. Durch die Kooperation in Klasse 10 mit den Berufsfachschulen ab dem Schuljahr 2012/2013 muss ein Teil der Schüler dann wesentlich weitere Schulwege zurücklegen. Dadurch entsteht beim Landkreis nochmals ein zusätzlicher Erstattungsaufwand von rund 60.000 Euro pro Jahr. Ob und wieviel das Land Baden-Württemberg von den eingesparten Kosten aus der Einführung der Werkrealschulen an die Landkreise zur Finanzierung der Schülerbeförderung weitergeben wird, wird nach Auskunft von Landrat Frank Scherer frühestens 2012 bekannt sein.Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Werkrealschulkonzeption auf den Schülerverkehr sprach sich das Gremium dafür aus, den Höchstbetrag der Beförderungskosten, den der Landkreis pro Schüler und Schuljahr an die Städte und Gemeinde erstattet, von bisher 1.000 Euro auf zukünftig 1.200 Euro anzuheben. Diese Förderung wird bei rund zehn Prozent aller Schülerverkehre relevant, die nicht mit dem regulären Linienverkehr abgedeckt werden können. Dies hat für den Ortenaukreis weitere Mehrkosten in Höhe von 150.000 Euro pro Jahr zur Folge. Der Höchstbetrag wurde seit dem Jahr 2002 nicht mehr erhöht. In Baden-Württemberg liegt der Höchstbetrag aller Stadt- und Landkreise durchschnittlich bei 900 Euro.Eine weitere Entscheidung traf das Gremium zur Wartezeit, die Schüler zwischen Bausankunft und Unterrichtsbeginn beziehungsweise Unterrichtsende und Busabfahrt zugemutet werden kann. Das Gremium sprach sich dafür aus, die zumutbare Wartezeit von derzeit 45 Minuten beizubehalten. Diese Regelung legt fest, dass der Kreis erst dann den Städten und Gemeinden anteilig die Kosten für Schülerverkehre erstattet, wenn eine Wartezeit von 45 Minuten überschritten ist. Über weitere mögliche Verbesserungen will das Gremium diskutieren, wenn das Land seine Kostenbeteiligung bekannt gegeben hat. Beide Entscheidungen des Ausschusses wurden bereits mit gleichem Ergebnis in der Nahverkehrskommission vorberaten. Die Empfehlungen müssen noch durch den Kreistag bestätigt werden.