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Um den ländlichen Raum im Ortenaukreis weiter voranzubringen, haben neun Städte und Gemeinden sowie der BLHV Ortenaukreis, der BUND – Umweltzentrum und die Jägervereinigung Offenburg e.V. heute einen Landschaftserhaltungsverband Ortenaukreis e.V. gegründet. Vertreter der neun Gemeinden sowie weitere Interessierte kamen im Rathaus in Biberach zu einer Gründungsversammlung zusammen und unterzeichneten gemeinsam die Satzung des Vereins. Die Gründung ist ein weiteres Projekt aus der von Landrat Frank Scherer initiierten Gesamtstrategie Ländlicher Raum, die der Kreistag im März beschlossen hat. Der Verband, dessen Vorstand paritätisch mit Vertretern der Landwirtschaft, der Naturschutzverbände und der Fachbehörden besetzt ist, soll insbesondere die Erhaltung, die Pflege und gegebenenfalls die Entwicklung der Kulturlandschaft im Ortenaukreis fördern. Vor allem hat er die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Naturschutzbehörde bei der Offenhaltung der Landschaft gemeindeübergreifend zu koordinieren. Darüber hinaus wird der Verband Pflegemaßnahmen in Schutzgebieten sowie Artenschutzmaßnahmen im Auftrag der Naturschutzverwaltung organisieren."Die Gründung des Landschaftserhaltungsverbandes ist ein großer Erfolg unserer Gesamtstrategie Ländlicher Raum. Wir nutzen damit die Chance, in enger Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen, den ländlichen Raum voranzubringen und unsere einzigartige Landschaft zu schützen und zu bewahren. Für die Attraktivität unserer Naturlandschaft und unsere Tourismusregion Ortenau ist der Landschaftserhaltungsverband ein großer Zugewinn", betonte Landrat Frank Scherer, der auch den Vorsitz des Verbandes übernimmt. Scherer dankte dem Biberacher Bürgermeister Hans Peter Heizmann, der als Projektpate aus dem Unterausschuss Gesamtstrategie Ländlicher Raum die Gründung des Landschaftserhaltungsverbandes mit großem Engagement maßgeblich vorangebracht habe. Es zeige sich erneut, wie wichtig und wertvoll die Arbeit der Projektpaten sei, um die Vielzahl der vorgesehenen Projekte umzusetzen.Bürgermeister Hans Peter Heizmann sagte "Die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden beschäftigt schon seit langem, wer unsere wertvolle Landschaft in Zukunft offenhält, pflegt und bewahrt. Das hat uns veranlasst, zusammen mit Landwirten und Naturschutzorganisationen in eine Diskussion zu treten, mit der Fragestellung, ob wir nicht gemeinsam unsere gleichgerichteten Ziele verfolgen sollten. Dieser Gedanke wurde von allen Seiten dankbar aufgenommen. Ich bin sehr froh und auch glücklich, dass heute nun nach über zweijähriger Vorarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband ein Instrument gefunden und auch eingerichtet wurde, das uns bei unserem gemeinsamen Bestreben wertvolle Unterstützung geben wird."Neben den neun Gründungsmitgliedern haben bereits weitere Städte und Gemeinden ihr Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet. Der Landschaftserhaltungsverband hat das Ziel, möglichst alle Städte und Gemeinden als Mitglieder zu gewinnen. Beitreten werden auch der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV), der Schwarzwaldverein und Naturschutzorganisationen. Nach der Satzung kann Jeder, auch Privatpersonen, Mitglied des Landschaftserhaltungsverbandes werden.Der Landschaftserhaltungsverband finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder. Mit jährlich 25.000 Euro fördert zudem das Land Baden-Württemberg die Arbeit des Verbandes. Mit diesem Betrag soll zur Hälfte die Stelle eines Geschäftsführers finanziert werden, den der Verband demnächst einstellen wird. Weiteres Personal ist nicht vorgesehen. Auch Landrat Frank Scherer kündigte an, den Landschaftserhaltungsverband tatkräftig zu unterstützen. So wird der Landkreis Büroräume und Bürokommunikation für eine künftige Geschäftsstelle zu Verfügung stellen.Als gemeinnütziger Verein hat der Landschaftserhaltungsverband keine behördlichen Befugnisse. Er wird nur auf Wunsch der Grundstückseigentümer wie Gemeinden, Landwirten oder Verbänden tätig. Die letztendliche Entscheidung, ob eine Maßnahme durchgeführt wird, liegt beim Grundstückseigentümer selbst. Die Geschäftsstelle des Landschaftserhaltungsverbandes soll als eine Art Dienstleistungsbetrieb den Gemeinden, dem Landkreis, privaten Grundstückseigentümern und den Naturschutzverbänden zuarbeiten. Auf der Basis vorhandener Fachplanungen und in enger Abstimmung mit den betroffenen Behörden wie Naturschutz-, Landwirtschafts-, Forst- oder Wasserwirtschaftsverwaltung begutachtet sie Flächen, erarbeitet Vorschläge und Konzepte, beantragt Fördermittel und kalkuliert die Kosten. Vor allem ist sie auch für die ökologische Erfolgskontrolle zuständig.Die Ortenau ist neben sechs weiteren Landkreises nun die siebte Region in Baden-Württemberg, in denen ein Landschaftserhaltungsverband existiert. Bundesweit gibt es bereits 145 solcher Verbände in 13 Bundesländern.