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Viele Menschen begrüßen das neue Jahr mit Böllern und Raketen. Der Verkauf dieser pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II ist in diesem Jahr am 29., 30., und 31. Dezember erlaubt. Gezündet werden dürfen diese Artikel allerdings nur am 31. Dezember und am 1. Januar. Da die Silvestertradition auch Gefahren in sich birgt, weist das Amt für Gewebeaufsicht im Landratsamt Ortenaukreis auf den sachgemäßen Umgang mit Sivesterkrachern und Feuerwerkskörpern hin.Dieser beginne bereits beim Verkauf, erklärt Matthias Konrad vom Amt für Gewerbeaufsicht. "Wer Raketen und Böller der Klasse II an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verkauft, bringt diese in Gefahr und handelt in höchstem Maße unverantwortlich", lässt Konrad keinen Zweifel an der Verantwortung der Verkäufer. Trotz aller Warnhinweise würden immer noch Feuerwerkskörper der Klasse II unerlaubterweise in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen. "Wir raten deshalb Einzelhandel und Eltern gleichermaßen, sich nicht durch Leichtsinn oder falsch verstandene Zuneigung dazu verleiten zu lassen, hier großzügig zu sein", so Konrad und kündigt aus diesem Grund an, verstärkt den Verkauf und die Lagerung pyrotechnischer Gegenstände in den Verkaufsstellen zu kontrollieren. Denn diese dürfen nur unter Aufsicht von Personen abgegeben werden, die vom Unternehmer eigens für diese Aufgabe beauftragt wurden.Um Schäden zu vermeiden, macht die Offenburger Behörde auf einige wichtige Regeln aufmerksam: Es sollten nur pyrotechnische Gegenstände abgebrannt werden, die mit dem in Deutschland notwendigen Zulassungszeichen BAM-PI oder BAM-PII und jeweils einer vierstelligen Nummer versehen sind. Bei den im benachbarten Ausland zum Teil kostengünstiger angebotenen Feuerwerkskörpern fehlt in der Regel das Zulassungszeichen. Konrad warnt ausdrücklich davor, Feuerwerkskörper selbst herzustellen, an gekauften herumzubasteln oder Blindgänger nochmals zu zünden. "Raketen und Böller sind kein Spielzeug. Und wer es um Mitternacht krachen lassen möchte, sollte besser nüchtern bleiben", so Konrad weiter.Jedes Jahr müssen sich viele Menschen mit Brandwunden im Gesicht und an den Händen oder mit Trommelfellverletzungen in ärztliche Behandlung begeben. Auch Zimmerbrände, ausgelöst durch unsachgemäßes Abbrennen von Tischfeuerwerken oder Raketen, die durch geöffnete Balkontüren oder Fenster in Wohnungen gelangen, führen immer wieder zu hohen Sachschäden. "Diese Schäden und Verletzungen können vermieden werden", weiß der Fachmann aus der Gewerbeaufsicht und erinnert zudem an das Gebot der Fairness, bei der Silvesterknallerei Rücksicht auf alte und kranke Menschen zu nehmen. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und Knallern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kindern- und Altenheimen sei ebenfalls nicht erlaubt. Wer unsicher ist, was er verkaufen oder lagern kann, erhält Informationen bei der Gewerbeaufsicht im Landratsamt Ortenaukreis unter Telefon 0781 805 9907.