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Entgegen dem üblichen Trend zum Jahresende sind die Fallzahlen bei der Kommunalen Arbeitsförderung im Landratsamt Ortenaukreis (KOA) im Dezember 2010 gesunken. Während die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent abgenommen hat, trifft dies bei den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen sogar auf 0,8 Prozent zu. Die Arbeitslosenzahl im Bereich des Sozialgesetzbuch II ist um ganze 2,1 Prozent zurückgegangen. Besonders deutlich werden die atypischen Entwicklungen auch beim Vergleich mit dem Vorjahresmonat: So haben sich die Fallzahlen gegenüber Dezember 2009 im Durchschnitt um über 5,5 Prozent vermindert. Zurückzuführen sind die erfreulichen, für die Wintermonate unüblichen Entwicklungen auf den anhaltend guten Konjunkturverlauf. Ob der ungewöhnlich kalte Dezember auch frostige Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt, wird sich im Januar zeigen. Derzeit betreut die KOA 8.285 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 17.000 Leistungsempfängern. Von ihnen erhielten 11.438 erwerbsfähige Personen Arbeitslosengeld II und 5.562 Nichterwerbsfähige Sozialgeld. 4.894 Personen gelten gemäß den gesetzlichen Kriterien als arbeitslos und 3.657 Personen als sogenannte "nicht arbeitslose Arbeitsuchende". Hierzu gehören insbesondere Alg II-Empfänger, die sich in Arbeitsfördermaßnahmen befinden oder über 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind und nur ergänzende Leistungen erhalten. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen beträgt somit 8.551. Hinzu kommen 2.887 reine Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter 3 Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten. Im Dezember haben die Firmenberater und Persönlichen Ansprechpartner der KOA 118 Arbeitsuchende in ein Arbeitsverhältnis vermittelt, darunter 74 auf dem ersten Arbeitsmarkt. Hinzu kommen 150 Arbeitsaufnahmen, die ohne direkte Vermittlungsaktivitäten der Kommunalen Arbeitsförderung erfolgt sind. Dabei handelt es sich überwiegend um selbst gesuchte Beschäftigungen aber auch um Wiedereinstellungen bei einem vorherigen Arbeitgeber, Vermittlungen, die durch Dritte durchgeführt wurden, oder selbständige Tätigkeiten. Insgesamt haben im Berichtsmonat 268 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden.