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Der Beschäftigungspakt Südwest, dem auch das Projekt Perspektive 50plus der Kommunalen Arbeitsförderung im Landratsamt Ortenaukreis (KOA) angehört, hat zum Jahresbeginn gleich zwei neue Mitglieder bekommen: die Jobcenter (bisher ARGEn) Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg. Im Rahmen einer am Dienstag abgehaltenen Strategietagung bei der Gründerin und Koordinatorin des Beschäftigungspakts, der KOA in Offenburg, läuteten die Amtsleiter, Geschäftsführer und Projektleiter der nunmehr acht baden-württembergischen Paktpartner gemeinsam mit dem Regionalleiter des Bundesprogramms "Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen", Dieter Simon aus Berlin, die dritte Phase des erfolgreichen Programms für ältere Langzeitarbeitlose ein. Zu diesem Anlass durften die beiden Gastgeber, der KOA-Amtsleiter Armin Mittelstädt und der Projektleiter der Perspektive 50plus Christian Klemp, über 20 Delegierte begrüßen. Gemeinsames Ziel der in den Landratsämtern Ortenaukreis, Biberach, Bodenseekreis, Tuttlingen und Waldshut sowie in den Jobcentern Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Freiburg angesiedelten Grundsicherungsstellen ist es, die Beschäftigungsfähigkeit und -chancen arbeitsmarktferner Menschen über 50 Jahre zu verbessern und ältere Langzeitarbeitslose wieder in den Ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Neben dem Rückblick auf die ersten beiden Programmphasen und dem Austausch über die bisherigen Erfahrungen etwa im Bereich der organisatorischen Strukturen vor Ort, der Teilnehmerbetreuung und der Öffentlichkeitsarbeit wurden insbesondere auch die gemeinsamen Ziele für das kommende Jahr definiert. Dabei wurde deutlich, dass eine Reihe an Arbeitgebern im Südwesten die besonderen Potenziale älterer Arbeitnehmer erkannt hat und nutzt, jedoch nach wie vor Informationsbedarf hinsichtlich der Auswirkungen des demografischen Wandels besteht. Deshalb ist es eine besondere Herausforderung für die kommenden Jahre, die wachsende Zahl derer, die beispielsweise aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen oder fehlenden beruflichen Qualifikationen über mehrere Jahre hinweg von der Arbeitslosigkeit betroffen sind, zu fördern. Mit dem sogenannten Modell "Impuls" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) will der Beschäftigungspakt für diese Personengruppe geeignete, innovative Wege der Aktivierung erschließen und finanzieren. Überdies möchten die Paktpartner den Erfahrungsaustausch zwischen den operativen Projektmitarbeitern voranbringen und fortan gemeinsame zielgruppenspezifische Schulungen organisieren sowie eine landkreisübergreifende Bewerberdatenbank, die sowohl für Projektmitarbeiter als auch die Öffentlichkeit zugänglich ist, entwickeln. Auf Anregung des Regionalberaters Dieter Simon werden in Zukunft auch paktübergreifende Treffen in Baden-Württemberg einberaumt. Der gesamte Beschäftigungspakt Südwest erhält im nächsten Jahr rund 7 Millionen Euro vom Bund und betreut rund 4.900 ältere Langzeitarbeitslose. In 2010 wurden von den bisher 3.900 Projektteilnehmern rund 1.300 Frauen und Männer wieder erfolgreich in den Ersten Arbeitsmarkt integriert. Damit wurde die mit dem BMAS festgelegte Zielmarke von 850 Integrationen bis Jahresende um über 50 Prozent übertroffen.