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Ob Fleisch, Fisch oder Milch, ob aus dem Supermarkt oder direkt vom Erzeuger, wenn es um die Herstellung und den Verkauf von Lebensmitteln geht, sind die gesetzlichen Vorgaben streng. Denn Lebensmittel müssen einwandfrei sein. Um die Verbraucher vor Gesundheitsgefahren, Irreführung oder Täuschung zu schützen, hat der Gesetzgeber deshalb regelmäßige Lebensmittelkontrollen vorgesehen. Auch im Ortenaukreis sind ständig neun Lebensmittelkontrolleure unterwegs, um einer unsachgemäßen Herstellung oder Lagerung von Lebensmitteln vorzubeugen. Beschäftigt sind sie beim Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung im Landratsamt Ortenaukreis, das für die Lebensmittelkontrolle im Kreis zuständig ist. Rund 2.500 Mal im Jahr suchen sie große Lebensmittelproduzenten, Metzgereien oder auch Gaststätten auf, prüfen die Bedingungen der Lebensmittelproduktion und nehmen dabei rund 2.000 Proben. Ein gutes Zeugnis bescheinigt der Leiter des Veterinäramts des Ortenaukreises, Dr. Jan Loewer, den Betrieben im Kreis. "Die weit überwiegende Zahl der Betriebe im Ortenaukreis arbeitet gut. "Hin und wieder müssen wir natürlich Beanstandungen aussprechen", sagt Loewer aus Anlass des Europäischen Tages des Verbrauchers am 15. März. Zu beanstanden hätten die Kontrolleure dann meist kleinere hygienische Mängel in den Betrieben oder etwa die fehlende Kennzeichnung von Zusatzstoffen auf der Speisekarte einer Gaststätte. Die wichtigste Aufgabe der Kontrollen bleibt die Überprüfung der Hygiene und der Schutzmaßnahmen vor Gefährdung durch gesundheitsrelevante Stoffe und Rückstände. Weitere wichtige Kriterien sind die Eigenkontrollen der Betriebe und die sogenannte Rückverfolgbarkeit: Jedes Unternehmen muss in der Lage sein anzugeben, woher es verarbeitete Inhaltsstoffe für ein Produkt bezogen hat und wohin dieses geliefert wurde. "Die Betriebe kennen ihre Verantwortung", sagt Loewer. Und im Falle festgestellter Beanstandungen seien die allermeisten Betriebe an einer raschen Beseitigung der Mängel interessiert. Zudem können durch das fachliche Gespräch mit den Betriebsverantwortlichen viele Probleme schon im Vorfeld vermieden werden. Die weit größere Zahl der Kontrollen sind deshalb auch Routinekontrollen. Seltener gebe es einen konkreten Anlass oder einen Hinweis aus der Bevölkerung. Dabei werden die Kontrollen risikoorientiert geplant: Betriebe, die besonders sensible Produkte herstellen, die ihre Produkte an eine Vielzahl von Abnehmern liefern oder bei denen aufgrund früherer Kontrollerfahrung mit Mängeln zu rechnen ist, würden dabei wesentlich öfter kontrolliert. Als weiteres Standbein der Lebensmittelüberwachung entnehmen die Kontrolleure aufgrund ihrer Kenntnis der Betriebsabläufe gezielt Proben in den Betrieben und lassen diese in staatlichen Labors analysieren. Die Ergebnisse stellen dann auch wieder wichtige Erkenntnisse für die künftige Betriebsüberwachung dar, so Loewer. Proben werden zudem auch im Rahmen bundes- und landesweiter Überwachungsprogramme entnommen, um frühzeitig auf neue auftretende Probleme aufmerksam zu werden oder um ihre regionale Bedeutung besser einschätzen zu können. Eine weitere Aufgabe der Kontrolleure ist es, die Verbraucher vor Täuschungen zu schützen. Ein Lebensmittel muss nicht nur gesundheitlich sicher sein, sondern der Inhalt muss auch mit den Angaben auf dem Produkt übereinstimmen. Transparenz sei seine wichtige Voraussetzung für die Kaufentscheidung des Verbrauchers, so Loewer. Denn die Verbraucher hätten ein Recht auf einwandfreie Lebensmittel und auch darauf zu wissen, was auf ihren Teller kommt.