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Der Ortenaukreis erweitert das Bildungsangebot an den Beruflichen Schulen Kehl. Der Kultur- und Bildungsausschuss des Ortenaukreises beschloss in seiner heutigen Sitzung zwei neue Ausbildungsgänge einzurichten. Ab dem Schuljahr 2011/12 kann in Kehl eine dreijährige deutsch-französische Ausbildung zum/zur Restaurantfachmann/-frau absolviert werden. Ausbildungspartner sind die französische Partnerschule Lycée Professionel Charles Pointet in Thann sowie deutsche und französische Hotel- und Gastronomiebetriebe.Viele Hotels und Gaststätten in der Ortenau und im angrenzenden Elsass hätten Kunden aus dem Nachbarland und seien deshalb auf zweisprachige Fachkräfte angewiesen, so die Kreisverwaltung. "Wir wollen mit dem neuen deutsch-französischen Ausbildungsangebot genau diesen Bedarf decken. Damit wirken wir dem drohenden Fachkräftemangel in der Gastronomie entgegen und machen den Ortenaukreis als Tourismusstandort noch leistungsfähiger", bekräftigt Landrat Frank Scherer. Die Absolventen erwerben neben dem deutschen Berufsabschluss auch das französische Berufsabitur (bac professionel). Sie verfügen damit über hervorragende berufliche Perspektiven und können grenzüberschreitend eingesetzt werden. Der neue Ausbildungsgang stärkt das an den Beruflichen Schulen Kehl eingerichtete Kompetenzzentrum für Nahrung und Gastronomie und ergänzt das seit 2005 bestehende Ausbildungsangebot zum deutsch-französischen Kaufmann im Einzelhandel.Um Schulabgängern von Realschulen und Werkrealschulen mit grundsätzlichem Interesse an einem sozialen Beruf die Berufswahl zu erleichtern, werden die Beruflichen Schulen Kehl darüber hinaus ab dem Schuljahr 2011/12 das neue einjährige Berufskolleg Fachrichtung Soziales einrichten. Es vermittelt Schulabgängern berufsbezogenes Grundwissen im sozialen und pflegerischen Bereich. Viel Raum nimmt dabei ein 900-stündiges Praktikum ein, das in Alten- und Pflegeheimen, Tageseinrichtungen für alte und demente Menschen, Einrichtungen für behinderte Menschen, Krankenhäusern, Kureinrichtungen oder ambulanten Pflegediensten abgeleistet werden kann. Diese ausgeprägte Praxisorientierung ermöglicht den Absolventen erste intensive eigene berufliche Erfahrungen und Einblicke in den Alltagsbetrieb sozialer Einrichtungen. Sie sorgt für Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern und hilft den Absolventen, herauszufinden, ob ein sozialer Beruf und die soziale Einrichtung zu ihnen passen. Gleichzeitig können auch die Einrichtungen potentielle spätere Fachkräfte kennen lernen. "Angesichts der demografischen Entwicklung brauchen wir dringend zusätzliche Fachkräfte, um den künftigen Personalbedarf der sozialen Einrichtungen in der Ortenau decken zu können", so Bildungsdezernent Georg Benz. "Mit dem dualen Berufskolleg in Kehl möchten wir, wie auch mit den beiden identischen Angeboten an unseren beruflichen Schulen in Lahr und in Wolfach, zusätzliche Interessenten für eine spätere Ausbildung im Berufsfeld Gesundheit und Pflege gewinnen".