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Der Pflegestützpunkt Ortenaukreis hat Anfang März in Offenburg sowie in den vier Außenstellen in Achern, Kehl, Lahr und Haslach seine Arbeit aufgenommen. Bei einer Pressekonferenz stellten Kreissozialdezernent Georg Benz, Sozialplanerin Mirjam Schwab sowie Mitarbeiter des Pflegestützpunktes die neue Einrichtung vor. Der vom Ortenaukreis sowie den Kranken- und Pflegekassen getragene Pflegestützpunkt ist eine Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Angehörige, die sich mit dem Thema Pflege konfrontiert sehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegestützpunktes informieren neutral und kostenlos über die verschiedenen Angebote zur Pflege, beraten und begleiten die Betroffenen. "Mit dem Pflegestützpunkt Ortenaukreis machen wir einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Altenhilfe- und Pflegestruktur im Landkreis. Das neue Angebot bedeutet zudem eine Stabilisierung des häuslichen Pflegemanagements", sagte Sozialdezernent Georg Benz. Der Ortenaukreis habe einen von 50 Pflegestützpunkten im Land einrichten können. Die Umsetzung und Ausgestaltung gehe wesentlich auf ein Konzept des Ortenaukreises zurück. Es sieht insbesondere vor, dass die Einrichtung auf den gewachsenen Strukturen im Kreis aufbaut und eine wohnortnahe wie auch neutrale Beratung und Unterstützung bietet. Außerdem soll der Pflegestützpunkt präventiv arbeiten und bürgerschaftliches Engagement einbeziehen. Mirjam Schwab betonte die Bedeutung der Pflege in den kommenden Jahren. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes werden im Jahr 2020 im Ortenaukreis fast 13.000 pflegebedürftige Personen und damit rund 2.500 mehr als im Vergleichsjahr 2008 leben. Auch wenn die Zunahme an pflegebedürftigen Personen bisher nicht ganz so stark wie prognostiziert angestiegen sei, nehme der Bedarf an stationärer Pflege zweifellos zu. Denn mit dem demographischen Wandel nehme zugleich die Möglichkeit der familiären Pflege durch jüngere Menschen ab. Eine Zielsetzung der Pflegestützpunkte sei deshalb auch die Stärkung der häuslichen Pflege, die von einer Mehrzahl der betroffenen gewünscht und auch die häufigste Form der Pflege in Baden-Württemberg sei. Grundlage der Konzeption und Umsetzung des Pflegestützpunktes Ortenaukreis ist ein Beschluss des Sozialausschusses des Ortenaukreises vom Februar 2009. Die vom Gesetzgeber veranschlagten Kosten für einen Pflegestützpunkt in Höhe von rund 80.000 Euro tragen zu je einem Drittel die Kranken- und Pflegekassen sowie der Ortenaukreis. Die Städte Achern, Oberkirch, Kehl, Lahr und die Gemeinden im Kinzigtal leisten darüber hinaus einen zusätzlichen finanziellen Beitrag, um die durch die dezentrale Struktur des Pflegestützpunktes Ortenaukreis verursachten Mehrkosten auszugleichen. Wie Sozialdezernent Georg Benz ankündigte, wird der Pflegestützpunkt Ortenaukreis im Juli offiziell mit Vertretern des Landes Baden-Württemberg sowie den Kranken- und Pflegekassen eröffnet. Geplant ist zudem in Kürze eine Internetseite einzurichten.