Hilfsnavigation

  • Wir beraten Sie gerne.
  • Kulinarische Ortenau.
  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
Der Ortenaukreis sowie die Städte Offenburg und Lahr wollen sich weiterhin dafür einsetzen, mit dem Modellprojekt "Bürgerarbeit" schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Sozialdezernent Georg Benz und die Sozialbürgermeister beider Städte, die jeweils rund 50 Bürgerarbeiter einstellen wollen, zeigten sich nach einem Gespräch jedoch in hohem Maße enttäuscht über die Haltung des Bundes. Nach wie vor fehlten ausreichende Rechtsgrundlagen für eine Umsetzung des Projekt im Ortenaukreis. Da die Gewerkschaften auf die Zahlung tariflicher Vergütungen bestehen, hatte Landrat Frank Scherer gegenüber Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagen, die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung als Kooperationsform zu ermöglichen. Dies wurde zwischenzeitlich in einem Antwortschreiben des Ministeriums abgelehnt. Jetzt wollen der Kreis und die Städte die Ortenauer Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen dafür gewinnen, sich für die notwendigen Rechtsgrundlagen beim Bund einzusetzen. "Im Interesse der betroffenen Arbeitslosen, die durch die Beschäftigungsmöglichkeiten wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten, wäre ein Scheitern des Projektes nicht zu verantworten", betonte Benz. Der Ortenaukreis hatte Mitte des vergangenen Jahres den Zuschlag für das Bundesprogramm erhalten. Das neue Förderinstrument beinhaltet einen finanziellen Zuschuss zu den Lohnkosten von Beschäftigungsverhältnissen, die zusätzlich zu vorhandenen Arbeiten eingerichtet werden und im öffentlichen Interesse sind. Im Unterschied zu den bereits existierenden, sogenannten "Ein-Euro-Jobs" handelt es sich hierbei um sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, die für eine Dauer von bis zu drei Jahren abgeschlossen werden können. Von dieser recht langen Laufzeit profitierten sowohl die Beschäftigten als auch die Arbeitgeber, die dadurch längerfristig planen können, so Benz. Der Landkreis und die kommunalen Arbeitgeber hatten verabredet, den Bundeszuschuss von 1.080 Euro um jeweils über 100 Euro pro Beschäftigungsmonat aus kommunalen Mitteln aufzustocken. Dadurch könnten die Beschäftigten einen Stundenlohn von mindestens 8,20 Euro erhalten, was für einfache Tätigkeiten eine durchaus akzeptable Vergütung ist, so Benz.