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Die in Kappel-Grafenhausen vor rund sechs Monaten eingerichtete Trainingsklasse Südlicher Ortenaukreis, die vom Landratsamt Ortenaukreis, den Gemeinden Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Mahlberg, Ringsheim und Rust, sowie dem Schulamt Offenburg getragen wird, hat sich bewährt. Bei einer Pressekonferenz zogen die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Jochen Paleit, Bruno Metz, Dietmar Benz, Günter Gorecky und Heinrich Dixa, die Leiterin des Jugendamtes im Landratsamt Ortenaukreis, Martina Walter, sowie Vertreter des Schulamtes und Lehrer am vergangenen Freitag eine positive Bilanz des Projektes MOBILE. In der Trainingsklasse erhalten Grund,- Haupt- und (Werk-) Realschüler, sowie Förderschüler der Klassen 3 bis 7 mit Schulproblemen eine zeitlich befristete Beschulung außerhalb ihrer Schule, die schulische wie auch sozialpädagogischer Fachkompetenz bündelt. Während dieser "Auszeit" von acht Wochen arbeiten die mit dem Projekt betrauten zwei Lehrer und zwei Sozialpädagogen mit den Herkunftsschulen, aber auch mit den Familie und den betroffenen Schülern, um den Schülern eine Rückkehr an ihre Herkunftsschule zu ermöglichen. "Die Erfahrungen zeigen, dass für Schülerinnen oder Schüler und die Schule in krisenhaften Situationen eine "Auszeit" und damit eine räumliche Trennung für alle Beteiligten hilfreich sein kann. Mit etwas Abstand zur konfliktbeladenen Situation und entsprechender Anleitung, können bestehende Blockaden aufgelöst und neue Wege beschritten werden", betonte Martina Walter. Das Projekt MOBILE nutze die Erkenntnisse aus der Jugendhilfe und übertrage sie auf krisenhafte schulische Situationen. Auch für die Rektorin der Grund- und Hauptschule Grafenhausen, Maria Gut, hat sich das Projekt bewährt: "Nachdem die Trainingsklasse seit einem halben Jahr besteht, können wir heute von einem erfolgreichen Start berichten, denn es ist gelungen, alle Kinder, die die Trainingsklasse bisher besucht haben, wieder in die Regelschule zurückzuführen. Das ist und bleibt unser wichtigstes Ziel." "Für die an der Trainingsklasse beteiligten Kommunen der Südlichen Ortenau, und da spreche ich auch im Namen meiner Bürgermeisterkollegen, steht das Wohl der Kinder aus unseren Gemeinden an oberster Stelle. Deshalb waren wir auch bereit, uns ungeachtet von Zuständigkeitsfragen zwischen Land, Kreis und Kommunen finanziell an der Trainingsklasse zu beteiligen", betonte Bürgermeister Jochen Paleit. MOBILE entstand aus einer Initiative von Grund,- Haupt- und (Werk-) Realschulen aus dem südlichen Ortenaukreis. Das Anliegen der Schulen war, eine schnelle, niederschwellige Unterstützung in Krisensituationen zu erhalten mit dem Ziel, Schüler an der Regelschule zu halten. Da die Schulen mit der Umsetzung der Idee an ihre Grenzen stießen, nahmen sie mit dem Kommunalen Sozialen Dienst des Jugendamtes im Landratsamt Ortenaukreis Kontakt auf. Hieraus entstand das gemeinsame Projekt MOBILE. Die Initiative versteht sich als eine Netzwerk zwischen Schule und Jugendhilfe. MOBILE sei eine Form der Schulsozialarbeit, welche die Gegebenheiten im ländlichen Raum berücksichtigt, wo nicht an jeder Schule Stellen für Schulsozialarbeiter geschaffen werden können, so Martina Walter. Die Trainingsklasse MOBILE findet auch landesweit Beachtung und wird vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg als Modellprojekt mit 42.000 Euro bezuschusst. Darüber hinaus finanzieren das Projekt die beteiligten Kommunen als Schulträger sowie der Ortenaukreis aus Jugendhilfemitteln.