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Der Einsatz von Landrat Frank Scherer, das Projekt Bürgerarbeit für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose auf eine ausreichende Rechtsgrundlage zu stellen, war nun doch erfolgreich. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat heute den Ortenaukreis informiert, dass entgegen den ursprünglichen Fördergrundlagen die Arbeitnehmerüberlassung künftig zugelassen wird. "Damit ist es möglich, die Bürgerarbeit im Landkreis wie geplant durchzuführen", kommentierte der Landrat das Schreiben. "Ich freue mich, dass der Kreis sowie die Städte und Gemeinden die angestrebte zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitslose schaffen können, die ohne dieses Programm nicht möglich gewesen wären. Dies ist nicht nur im Interesse der betroffenen Menschen, sondern auch der beteiligten Kommunen und Einrichtungen in denen diese künftig tätig werden." Bisher konnte das Projekt nicht umgesetzt werden, da die Gewerkschaften auf die Bezahlung tariflicher Vergütungen bestanden hatten. Der Ortenauer Landrat schlug in einem Brief an die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen daher vor, die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung als Kooperationsform zu ermöglichen. Diesen Vorschlag lehnte die Ministerin jedoch zunächst ab, woraufhin Scherer die Ortenauer Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen um Unterstützung bat. Nachdem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales jetzt die Richtlinien, wie von Scherer vorgeschlagen, geändert hat, sind die Voraussetzungen gegeben, dass der Ortenaukreis sowie die Städte Offenburg und Lahr das vom Kreistag verabschiedete Konzept, schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen, umsetzen können. Sie wollen im Rahmen des Modellprojekts Bürgerarbeit rund 100 Bürgerarbeiter einstellen. Darüber hinaus ist geplant, bis zu 100 weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie in sozialen Einrichtungen zu schaffen. Der Ortenaukreis hatte Mitte des vergangenen Jahres den Zuschlag für das Bundesprogramm erhalten. Das neue Förderinstrument beinhaltet einen finanziellen Zuschuss zu den Lohnkosten von Beschäftigungsverhältnissen, die zusätzlich zu vorhandenen Arbeiten eingerichtet werden und im öffentlichen Interesse sind. Bei der Bürgerarbeit handelt es sich um sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, die für eine Dauer von bis zu drei Jahren abgeschlossen werden können, so dass sowohl die Beschäftigten als auch die Arbeitgeber längerfristig planen können.