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Mit Anstieg der frühlingshaften Temperaturen wächst wieder das Risiko sich mit einem durch Zecken übertragbaren Krankheitserreger anzustecken. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis hat mit einer Pressemitteilung auf die von Zecken ausgehenden Gesundheitsgefahren hingewiesen.Zecken vermehren sich in dieser Jahreszeit wieder verstärkt. Gleichzeitig zieht es viele Menschen zum Joggen oder Wandern in die Natur. Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern werden beispielsweise beim Laufen durch Wiesen, Wälder und Unterholz von den Pflanzen abgestreift. Dabei sollten Zeckenstiche nicht auf die leichte Schulter genommen werden.Von Zecken kann eine durch Viren bedingte besondere Form der Hirnhautentzündung, die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die durch Bakterien verursachte Lyme-Borreliose hervorgerufen werden. Nach jedem Aufenthalt in freier Natur sollte deshalb die Kleidung und Haut am ganzen Körper nach Zecken abgesucht werden. Einen Schutz bieten, so Dr. Andrea Bengel-Flach, medizinische Leiterein des Gesundheitsamts, möglichst langärmelige, helle Bekleidung und lange Hosen. Gegen FSME gibt es zudem einen wirksamen Impfstoff. Die Impfung ist für ganz Baden-Württemberg ohne geographische Einschränkung vom Sozialministerium öffentlich empfohlen. Der FSME-Erreger kommt gehäuft im Süden Deutschlands vor. Nach Erkrankungsgipfeln in den Jahren 2004 bis 2006 liegt die Erkrankungshäufigkeit der FSME im Ortenaukreis in den Jahren seit 2007 bei durchschnittlich 10 bis 20 Erkrankungen pro Jahr.Die FSME-Impfung bietet allerdings keinen Schutz gegen eine zweite Erkrankung, die von Zecken übertragen werden kann, die Lyme-Borreliose. Bei rechtzeitigem Erkennen ist diese Erkrankung jedoch mit einem Antibiotikum zu behandeln. Als frühes Kennzeichen tritt in vielen Fällen nach einigen Stunden bis etwa noch drei Wochen nach dem Zeckenstich eine kreisförmige, von der Einstichstelle sich ausbreitende Rötung, die sogenannte Wanderröte, auf. Beim Erkennen solcher Symptome sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Weitere Informationen sind beim Gesundheitsamt erhältlich. Auch im Internet gibt es vielfältige Informationen zu Zecken und den genannten Erkrankungen.