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Alle Kinder im Ortenaukreis, die regulär im Jahr 2012 eingeschult werden, wird der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes im Landratsamt Ortenaukreis in diesem Jahr im Rahmen der Einschulungsuntersuchung in einem sogenannten Basis-Screening untersuchen. "Wir sind in der glücklichen Lage, seit der gesetzlichen Neuregelung der Einschulungsuntersuchung Ende 2008, erstmals diesen ersten Schritt der Einschulungsuntersuchung flächendeckend durchzuführen", so Dr. Andrea Bengel-Flach, medizinische Leiterin des Gesundheitsamtes. Der Grund dafür sei die zufriedenstellende Personalsituation bei den Sozialmedizinischen Assistentinnen, die entsprechend der gesetzlichen Neuregelung diesen ersten Schritt der Untersuchung vornehmen. Dass das Gesundheitsamt seit über einem Jahr aufgrund des allgemeinen ärztemangels zu wenig ärzte für die vielfältigen Aufgaben zur Verfügung habe, habe keinen Einfluss auf die Basisuntersuchung.Die neue Form der Einschulungsuntersuchung läuft in zwei Schritten ab. Der erste Schritt erfolgt 24 bis 15 Monate vor dem Einschulungstermin, in der Regel im Kindergarten. Diese Basisuntersuchung dauert rund 45 Minuten und folgt einem strengen, durch das Sozialministerium Baden-Württemberg vorgegebenen, Schema. Insbesondere wird dabei die sprachliche Leistungsfähigkeit, das Hörverständnis, das Hör- und Sehvermögen, sowie die motorischen Fähigkeiten, die Malentwicklung, die Mengenerfassung und das Verhalten getestet. Außerdem erfassen die Sozialmedizinischen Assistentinnen den Impfstatus, die durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen sowie Größe und Gewicht der Kinder. Bei erheblichen Auffälligkeiten in diesem ersten Schritt der Einschulungsuntersuchung wird das Kind von einer ärztin des Gesundheitsamtes nachuntersucht. "Der frühe Zeitpunkt der Untersuchung gibt den Kindertagesstätten und den Eltern die Gelegenheit, den Förderbedarf frühzeitig zu erkennen und die Möglichkeit, durch gezielte Fördermaßnahmen gegenzusteuern", so Dr. Andrea Bengel-Flach.Der zweite Schritt der Einschulungsuntersuchung folgt kurz vor der geplanten Einschulung. In diesem Schritt werden die Kinder untersucht, bei denen die Kooperationslehrer, die Schulleitungen oder die Erzieherinnen in der Kindertageseinrichtung Zweifel an der Schulfähigkeit haben. Da sich die Personalsituation im ärztlichen Bereich des Gesundheitsamtes seit dem vorletzten Jahr nicht entspannt habe, so Dr. Bengel-Flach, müssten sich aus der Not heraus die ärztinnen des Gesundheitsamtes auf medizinische Fragestellungen konzentrieren, die im Zusammenhang mit der Einschulung zu klären sind.Wie Dr. Bengel-Flach berichtet, schied im November 2010 die seit vielen Jahren tätige Sachgebietsleiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes altersbedingt aus. In Folge des Ablaufs der vom Land Baden-Württemberg auferlegten Stellenbesetzungssperre von einem halben Jahr, könne die neue Sachgebietsleiterin nun im nächsten Monat ihren Dienst antreten. "Für die Leitung konnte eine erfahrene zahnärztliche Kollegin gewonnen werden, die über eine langjährige Erfahrung im öffentlichen Gesundheitsdienst und fundierte Leitungserfahrung aus dem Zahnärztlichen Dienst verfügt", berichtet Dr. Bengel-Flach. Sie absolvierte einen sechsmonatigen Amtsarztkurs für öffentliches Gesundheitswesen, qualifizierte sich für die Position der Sachgebietsleitung und wurde als Landesbeamtin vom Sozialministerium in einem Bewerbungsverfahren ausgewählt. Die neue Sachgebietsleiterin werde sich den zahlreichen organisatorischen Aufgaben widmen und somit die Möglichkeit schaffen, dass sich die pädiatrisch tätigen ärztinnen auf die medizinischen Untersuchungen, Begutachtungen und Fragestellungen konzentrieren können. Damit könne ein optimaler Einsatz der sehr engen ärztlichen Kapazitäten erreicht werden, betont die medizinische Leiterin des Gesundheitsamtes.