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Nachdem die Helios-Kliniken die Schließung des Krankenhauses Schramberg zum Jahresende 2011 angekündigt haben, hat die Geschäftsführung des Ortenau Klinikums in der gestrigen Sitzung des Krankenhausausschusses zur Situation in der geburtshilflichen Versorgung in der Raumschaft Wolfach informiert.Die Geburtshilfe in Wolfach musste zum 1. Januar 2009 mangels ärztlichen Personals geschlossen werden. Vorausgegangen war seit 2006 die intensive Suche nach ärzten, die jedoch aufgrund des ärztemangels im Ergebnis erfolglos war. Viele Frauen müssen seither zur Entbindung nach Offenburg, ein kleiner Teil hat die Möglichkeit zur Entbindung in Schramberg genutzt. Diese Möglichkeit entfällt nun mit der Schließung des Krankenhauses in Schramberg.Eine Wiedereröffnung der Geburtshilfe am Ortenau Klinikum Wolfach würde aus Sicht der Geschäftsführung des Ortenau Klinikums nur Sinn machen, wenn die ärztliche Besetzung mit mindestens drei Frauenärzten und Präsenz in Wolfach langfristig sichergestellt werden kann. Da sich der ärztemangel in den letzten Jahren immer weiter verschärft hat und sich diese Entwicklung fortsetzen wird, erscheint dies zur Zeit aber fraglich. Schon aus diesem Grund schätzt die Geschäftsführung des Ortenau Klinikums die Aussichten für eine Wiedereröffnung der Geburtshilfe am Ortenau Klinikum Wolfach als denkbar unwahrscheinlich ein.Erschwerend kommt hinzu, dass der Betrieb der Geburtshilfe am Ortenau Klinikum Wolfach nach Schließung der Abteilung in Schramberg nicht nahtlos fortgesetzt werden könnte. Im Herbst 2010 wurde in Wolfach mit der dringend notwendigen Sanierung des Pflegebereichs begonnen. Die Sanierung findet während des laufenden Betriebes statt und dauert bis Mitte 2015. Im derzeitigen Bauabschnitt I mussten sanierungsbedingt zwei von vier Stationen komplett geschlossen werden. Die ehemalige Entbindungsabteilung ist deshalb mit chirurgischen und internistischen Patienten und der Intensivstation belegt. Der Bauabschnitt I wird im April 2012 fertiggestellt. Anschließend müsste der Entbindungsbereich wieder baulich hergestellt werden und stünde frühestens Anfang 2013 wieder zur Verfügung.Die Geschäftsführung des Ortenau Klinikums hat des Weiteren darauf hingewiesen, dass die Wiedereröffnung der Geburtshilfe am Ortenau Klinikum Wolfach auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nur sinnvoll sein wird, wenn eine jährliche Mindestzahl an Geburten erreicht wird. In der Fachwelt geht man zwischenzeitlich von mindestens 500 bis 800 Geburten aus, weil der Vergütungskalkulation 800 Geburten zu Grunde liegen. Eine solche Prognose erscheint für Wolfach zur Zeit fraglich, zumal bundesweit die Geburtenzahlen rückläufig sind.Dennoch hat der Krankenhausausschuss des Ortenaukreises auf Vorschlag von Landrat Frank Scherer die Geschäftsführung des Ortenau Klinikums beauftragt, vor dem Hintergrund der anstehenden Schließung des Schramberger Krankenhauses zu prüfen, ob es eine realistische Chance für den dauerhaften Betrieb der Geburtshilfe am Ortenau Klinikum Wolfach gibt. Eine endgültige Entscheidung soll dann spätestens 2012 getroffen werden.