Hilfsnavigation

  • Wir beraten Sie gerne.
  • Kulinarische Ortenau.
  • Winter in Offenburg.
  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
Für den Ortenaukreis gelten in der Kindertagespflege ab sofort einheitliche Qualitätsstandards. "Die Weiterentwicklung der Kindertagespflege, insbesondere die Qualität der Beratung und Vermittlung und die Qualifikation der Tagespflegepersonen sind uns sehr wichtig", erklärt Martina Walter, Leiterin des Jugendamts im Landratsamt Ortenaukreis. Daher haben die Ortenauer Träger der Kindertagespflege, das Diakonische Werk für das Kinzigtal und den Raum Achern sowie die Tageselternvereine Kehl, Offenburg und Lahr/Südliche Ortenau, unter der Federführung des Jugendamts ein Qualitätssicherungssystem erarbeitet und in einem Handbuch festgeschrieben. Professionell unterstützt haben sie dabei Hans-Jürgen Lutz, Jugendhilfeplaner im Landratsamt Ortenaukreis, und Klara Engl-Rezbach vom Büro Planung und Beratung aus Ravensburg, die bereits 2006/2007 bei der Konzeption für die Tagespflege im Ortenaukreis mitgewirkt hat. "Mithilfe eines Qualitätsmanagementsystems", so Engl-Rezbach, "werden jetzt die vereinbarten Standards bei allen Trägern umgesetzt." Die Fachberaterin Kinderbetreuung beim Jugendamt, Bettina Springmann-Hodapp, wird die praktische Umsetzung begleiten und den Trägern als Ansprechpartnerin des Jugendamtes zur Verfügung stehen. Als einer von 162 Modellstandorten in Deutschland hat sich der Ortenaukreis am bundesweiten Aktionsprogramm Kindertagespflege zum qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagespflege beteiligt und das Qualitätshandbuch entwickelt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im Rahmen des Aktionsprogramms dem Ortenaukreis Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union in Höhe von 100.000 Euro bewilligt. Drei Viertel der Fördersumme gingen an die Träger der Kindertagespflege. Mit dem Aktionsprogramm soll die frühkindliche Bildung verbessert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Zugleich soll potentiellen Tagespflegepersonen ein Anreiz gegeben werden, sich für diese Tätigkeit zu entscheiden und zu qualifizieren.Die Anforderungen an die Qualifikation von Tagesmüttern hat der Ortenaukreis bereits seit September 2009 erhöht. Jede Tagesmutter muss eine Grundqualifizierung von mindestens 160 Stunden absolvieren. Trotz des starken Fachkräftebedarfs und des Rückgangs von ausgebildeten Erzieherinnen in der Tagespflege konnte die Zahl der aktiven Tagesmütter in den letzten vier Jahren gehalten werden. "Durch das Aktionsprogramm konnten im Ortenaukreis rund 100 Tagesmütter dazu gewonnen werden, die sich weitergebildet haben oder noch werden. Insgesamt ist eine Steigerung von über 20 Prozent bei den in Tagespflege betreuten Kindern zu verzeichnen", erklärt die Jugendamtsleiterin. "Ab August 2013 haben Eltern von Kindern, die das erste Lebensjahr vollendet haben, einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Mit der Kindertagespflege bieten wir Eltern von Kindern unter drei Jahren eine attraktive und gleichwertige Alternative zu Kindergärten oder Kindertagesstätten an", so Walter weiter. Im Ortenaukreis betreuen zur Zeit 302 Tagesmütter 876 Kinder. Allein im letzten Jahr konnten die Träger 496 Kinder neu vermitteln, davon waren 252 Kinder unter drei Jahren.