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Das Amt für Vermessung und Geoinformation im Landratsamt Ortenaukreis kann ab dem 1. Juli 2011 keine privaten Anträge auf Grenzänderungen (Teilungsvermessungen) mehr bearbeiten. Grund dafür, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes Ortenaukreis, ist eine bereits in Kraft getretene änderung des Landesvermessungsgesetzes. Sie sieht vor, dass Liegenschaftsvermessungen überwiegend von öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren (öbV) vorgenommen werden. Das Amt für Vermessung und Geoinformation wird deshalb Bürgerinnen und Bürger mit einem entsprechenden Anliegen künftig an die rund 160 in Baden-Württemberg zugelassenen öffentlich bestellten Vermessungsingenieure verwiesen. Höhere Gebühren für die Auftraggeber seien durch diese Aufgabenverlagerung an öbV allerdings nicht zu befürchten, so Edwin Dreher, zuständiger Dezernent im Landratsamt Ortenaukreis. Die amtliche Gebührenverordnung sei durch die Gesetzesänderung nun auch für die öbV bindend. Dreher bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürger für das entgegengebrachte Vertrauen und hofft auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit in den verbleibenden Aufgabenbereichen. Hierzu zählen Vermessungsarbeiten im Zusammenhang mit Flurneuordnungsverfahren, Baulandumlegungen, Gebäudeaufnahmen, Grenzfeststellungen sowie Vermessung langgestreckter Anlagen wie Straßen und Gewässer. Das Amt für Vermessung und Geoinformation weist darauf hin, dass die öbV ab sofort auch von Amts wegen Gebäudeaufnahmen für das Liegenschaftskataster vornehmen dürfen. Diese Aufgabe war bisher exklusiv dem Amt für Vermessung und Geoinformation vorbehalten. Mit der Neuregelung soll insbesondere die Aktualität des Liegenschaftskatasters erhöht werden. Neu ist auch der Wegfall der Abmarkungspflicht. Bisher musste bei Anträgen auf Grenzänderungen (Teilungsvermessungen) zwingend eine Kennzeichnung der neuen Flurstücksgrenzen mit amtlichen Grenzzeichen erfolgen. Heutzutage wird die Abmarkung nur noch auf Antrag vorgenommen. Dies spare zumindest aus Sicht des Auftragsgebers kurzfristig Kosten ein. Die neue Rechtslage werde insgesamt, so Dezernent Edwin Dreher, wohl eine Verlagerung der behördlichen Arbeitsschwerpunkte hin zur Qualitätssicherung der von öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren vorgenommenen Liegenschaftsvermessungen sowie zu einer Qualitätsverbesserung des Liegenschaftskatasters insgesamt führen. Für diese Pflichtaufgaben des amtlichen Vermessungswesens bedürfe es auch weiterhin gut ausgebildeter Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, denn die Technik im Innen- und Außendienst wird immer anspruchsvoller. Hoch qualifiziertes Personal, vor allem mit dem Know-how der jungen Generation, sei wichtiger denn je. Vor dem Hintergrund der Altersabgänge der nächsten Jahre bleibe damit das Landratsamt Ortenaukreis als Arbeitgeber auch im Vermessungsbereich weiterhin attraktiv.