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  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
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Landrat Frank Scherer besuchte gestern die Carl-Sandhaas-Schule in Haslach. Vor Ort informierte er sich über die Arbeit in der Sonderschule des Ortenaukreises für geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Der kommissarische Schulleiter Andreas Graff und seine Kolleginnen sowie die Kindergartenleiterin Gabriela Rittershofer haben ihn empfangen und ihm die Einrichtung vorgestellt."Dem Ortenaukreis ist das Thema Inklusion sehr wichtig. Mit unseren Sonderschulen tragen wir eine wesentlichen Teil zu einer erfolgreichen Integration bei. Gerade in unserem ländlich geprägten Raum halten wir an unseren dezentralen Standorten auch für Sonderschulen fest. Weite Wege können besonders für behinderte Menschen ein unüberwindbares Hindernis darstellen", sagte Scherer. Im Zuge der Inklusionsbestrebungen werde der Ortenaukreis seine Sonderschulen künftig zu sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren weiterentwickeln. "Bei meinem Besuch der Carl-Sandhaas-Schule konnte ich mich überzeugen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so der Landrat weiter.Die Haslacher Ganztagesschule betreut in neun Klassen derzeit 50 Schülerinnen und Schüler, darunter auch sechs körperbehinderte. Sie umfasst neben einer Frühberatungsstelle auch einen Schulkindergarten mit sechs Kindern. "Unsere Einrichtung hat das Ziel, Kindern und Jugendlichen zu helfen, sich die zur Lebensbewältigung erforderlichen Kompetenzen anzueignen und dabei die in ihnen liegenden Möglichkeiten zu entfalten, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und zur für sie befriedigenden gesellschaftlichen Teilhabe zu gelangen" zitierte der kommissarische Schulleiter Andreas Graff aus dem Bildungsplan.Die Carl-Sandhaas-Schule hat als erste Sonderschule im Ortenaukreis Kontakt zu nichtbehinderten Kindern und Schülern gesucht. Inzwischen konnte sie ein gutes Netz von Kooperationsklassen und vielfältigen Schulprojekten aufbauen. Derzeit kooperieren vier der neun Klassen mit umliegenden Regelschulen und bieten mit den Grundschulen in Haslach und Hausach sowie mit der Realschule in Haslach in vier sogenannten Kooperationsklassen sehr erfolgreich gemeinsamen Unterricht an. Jede Schülerin und jeder Schüler wird hierbei nach einem individuellen Förderplan unterrichtet. Zudem arbeitet die Schule mit den benachbarten Werkstätten der Lebenshilfe zusammen, zu der sie schon lange enge Beziehungen pflegt. Neben der Carl-Sandhaas-Schule ist der Ortenaukreis Schulträger von weiteren acht kreiseigenen Sonderschulen einschließlich sonderpädagogischen Frühberatungsstellen. Sie betreuen insgesamt mehr als 700 behinderte Kinder aus der Ortenau.Für geistigbehinderte Kinder gibt es eine Schule in Willstätt-Hesselhurst sowie weitere Schulen mit jeweils einem Schulkindergarten in Haslach, Lahr, Offenburg, die von 309 Kinder und Jugendliche besuchen. Für aktuell 324 sprachbehinderte Kinder unterhält der Ortenaukreis Schulen in Oberkirch, Achern-Wagshurst sowie in Lahr mit einer Außenstelle in Steinach. Die Schule für Körperbehinderte in Offenburg zählt 57 Kinder. Zudem besuchen durchschnittlich 25 Schülerinnen und Schüler die Schule für Kranke am Klinikum Offenburg (mit einer Außenstelle am Klinikum Lahr).