Hilfsnavigation

  • Kulinarische Ortenau.
  • Tulpen
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
Offenburg, 12. Juli 2011 – Der Pflegestützpunkt Ortenaukreis, der bereits Anfang März in Offenburg sowie in den vier Außenstellen in Achern, Kehl, Lahr und Haslach seine Arbeit aufgenommen hat, ist jetzt auch offiziell eingeweiht. Landrat Frank Scherer konnte gestern (11.7.) zu einer Feierstunde in den Räumen des Seniorenbüros Offenburg als Zentrale des Pflegestützpunktes zahlreiche Gäste begrüßen. Unter anderen nahmen an der Veranstaltung Peter Schmeiduch, zuständig für den Fachbereich Pflegestützpunkte im Sozialministerium Baden-Württemberg, Dietmar J. Herdes, Vertreter der Landesgemeinschaft Pflegestützpunkte Baden-Württemberg, Petra Spitzmüller als Vertreterin der Kranken- und Pflegekassen, Oberbürgermeisterin Edith Schreiner sowie ihre Kollegen aus den anderen Standortgemeinden teil und begrüßten den Start des neuen Beratungsangebots. "Der Pflegestützpunkt Ortenaukreis gewährleistet mit seinen Außenstellen die dringend notwendige Koordinierung der Hilfsangebote und eine passgenaue, wohnortnahe Unterstützung für die Hilfesuchenden", betonte Landrat Frank Scherer. Scherer dankte den Kranken- und Pflegekassen für die anteilige Finanzierung der Einrichtung gemeinsam mit dem Ortenaukreis, den Standortgemeinden für ihr zusätzliches finanzielles Engagement sowie dem Land Baden-Württemberg für die Unterstützung. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beratungsstellen bescheinigte der Landrat großen Einsatz und Kompetenz, wie sich bereits in den ersten Wochen gezeigt habe. Scherer betonte, dass der Landkreis das Thema Pflege weiterhin im Auge behalten werde und kündigte einen Aktionsplan an, um dem Pflegekräftemangel zu begegnen. Auch alle anderen Redner unterstrichen, dass der Pflegestützpunkt mit seinen Außenstellen bereits nach wenigen Wochen sehr gute Arbeit leiste und bei den Hilfesuchenden gut ankomme. Der Ortenaukreis hat einen von 50 Pflegestützpunkten im Land erhalten. Die Umsetzung und Ausgestaltung geht wesentlich auf ein Konzept des Ortenaukreises zurück. Es sieht insbesondere vor, dass die Einrichtung auf den gewachsenen Strukturen im Kreis aufbaut und eine wohnortnahe wie auch neutrale Beratung und Unterstützung bietet. Außerdem soll der Pflegestützpunkt präventiv arbeiten und bürgerschaftliches Engagement einbeziehen. Wiederholt wurde bei der Veranstaltung auf die Bedeutung der Pflege in den kommenden Jahren hingewiesen. Im Jahr 2020 werden im Ortenaukreis fast 13.000 pflegebedürftige Personen und damit rund 2.500 mehr als im Jahr 2008 leben. Auch wenn die Zahl pflegebedürftiger Personen bisher nicht ganz so stark wie prognostiziert angestiegen sei, nehme der Bedarf an Pflege zu. Denn mit dem demographischen Wandel nehme zugleich die Möglichkeit der familiären Pflege durch jüngere Menschen ab. Eine Zielsetzung der Pflegestützpunkte sei deshalb auch die Stärkung der häuslichen Pflege, die von einer Mehrzahl der Betroffenen gewünscht und auch die häufigste Form der Pflege in Baden-Württemberg sei. Grundlage der Konzeption und Umsetzung des Pflegestützpunkts Ortenaukreis ist ein Beschluss des Sozialausschusses des Ortenaukreises vom Februar 2009. Die vom Gesetzgeber veranschlagten Kosten für einen Pflegestützpunkt in Höhe von rund 80.000 Euro tragen zu je einem Drittel die Kranken- und Pflegekassen sowie der Ortenaukreis. Die Städte Offenburg, Achern, Oberkirch, Kehl, Lahr und die Gemeinden im Kinzigtal leisten darüber hinaus einen zusätzlichen finanziellen Beitrag, um die durch die dezentrale Struktur des Pflegestützpunktes Ortenaukreis verursachten Mehrkosten auszugleichen. In Kürze wird eine Internetseite www.pflegestützpunkt-ortenaukreis.de ausführlich über den Pflegestützpunkt des Ortenaukreises und seine Hilfsangebote informieren.