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ältestes französisches Kernkraftwerk ist auch ein Risiko für Ortenauer BürgerOffenburg, 26. Juli 2011 – Mit einer in seiner heutigen Sitzung einstimmig verabschiedeten Resolution appelliert der Kreistag des Ortenaukreises an die französischen Partner, das elsässische Kernkraftwerk Fessenheim stillzulegen.Vor dem Hintergrund der atomaren Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima weist der Kreistag auf die Gefahren hin, die vom Kernkraftwerk Fessenheim ausgehen. Das älteste noch in Betrieb befindliche Kernkraftwerk Frankreichs ist in der Vergangenheit wiederholt wegen technischer Mängel und offener sicherheitstechnischer Fragen negativ aufgefallen. Da der Ortenaukreis im Süden nur etwa 40 Kilometer von der Anlage entfernt liegt, wären die Menschen im Landkreis, insbesondere wegen des vorherrschenden Südwestwindes, bei einem Störfall direkt betroffen.Nach der Resolution des Ortenaukreises geht die Risiko- und Sicherheitsbewertung der EU-Kommission nicht weit genug, da sie die Gefahren, die durch schwere Erdbeben, überflutungen, Flugzeugabstürze oder Terroranschläge entstehen könnten, nicht berücksichtigt. Die dünne Sockelplatte schütze im Fall einer Kernschmelze nicht ausreichend vor einer nuklearen Verseuchung des Rheins und des Trinkwasserreservoirs für Millionen von Menschen. Der Ortenaukreis wie auch namhafte französische Einrichtungen zweifeln den Arbeitsbericht der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN an, der das Fessenheimer Atomkraftwerk als sicher bezeichnet und der französischen Regierung empfohlen hat, die Laufzeit für weitere zehn Jahre zu genehmigen.Da vergleichbare Kraftwerke in Deutschland abgeschaltet worden sind, fordert der Kreistag die Electricité de France (EdF), auf, das Kraftwerk vom Netz zunehmen. An den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und das französische Energieministerium ergeht die Bitte des Ortenaukreises, den Weiterbetrieb des elsässischen Atommeilers nicht zu genehmigen. Darüber hinaus wird Landrat Frank Scherer die Gremien des Eurodistrikts, die Stadt und die Stadtgemeinschaft Straßburg bitten, die Bemühungen des Ortenaukreises zu unterstützen. Unterstützung seines Anliegens erbittet der Kreistag auch von der Kommission der Europäischen Union, der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Landesregierung von Baden-Württemberg.Die Resolution richtet sich an die Regierung der Republik Frankreich, den Präfekten von Straßburg, die französische Behörde für nukleare Sicherheit ASN, den Conseil Général du Haut-Rhin als Träger der überwachungskommission, den Stromversorger EdF und an die Leitung des Kernkraftwerks Fessenheim.