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Die Haushaltebefragung im Rahmen des Zensus 2011 ist im Ortenaukreis abgeschlossen. 329 Interviewer waren für die Volkszählung unterwegs. Insgesamt haben sie rund 28.000 Bürger bzw. 7500 Haushalte befragt. Zusätzlich gab es Erhebungen in 188 Sonderbereichen. Hierzu zählen Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte, Erziehungs- und Behindertenheime sowie Notunterkünfte für Obdachlose.Tanja Serr, Leiterin der Erhebungsstelle im Ortenaukreis, zieht eine positive Bilanz. Größere Probleme gab es nicht. Währen der ersten sechs Wochen nach Beginn der Erhebungen seien telefonisch und per E-Mail sehr viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen. Die Rückmeldungen der Erhebungsbeauftragten, wie die Interviewer offiziell heißen, seien überwiegend positiv gewesen. "Größtenteils wurden sie offen und nett empfangen und ihnen Getränke und Speisen angeboten", so Serr.Ein gutes Zeugnis stellt Serr den Interviewern aus, die stichprobenartig kontrolliert wurden. "Sie arbeiteten fast alle sehr akribisch und waren sehr bemüht", berichtet die Leiterin der Erhebungsstelle. Auch sei die Auskunftsbereitschaft der Bürger im Ortenaukreis hoch gewesen. Es habe bisher nur vereinzelte Verweigerer gegeben, von denen die Mehrheit bereits nach einem klärenden Gespräch oder Brief die Auskunft erteilt haben.Die Befragten hatten die Möglichkeit, den Fragebogen mit dem Interviewer oder selbst auszufüllen. Rund 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger des Ortenaukreises haben das Interview mit dem ausführlich geschulten und auf den Datenschutz und Statistikgeheimnis verpflichteten Erhebungsbeauftragten geführt. Lediglich rund sechs Prozent der Auskunftspflichtigen entschieden sich, den Fragenbogen selbst auszufüllen und postalisch an die Erhebungsstelle des Landratsamtes zurückzusenden. Rund vier Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben ihre Angaben online gemacht. Wie Tanja Serr betont, hat nun bei der Erfassung und Auswertung der Daten der Datenschutz höchste Priorität. Die sensiblen Daten werden in einem abgeschotteten Bereich sowohl verarbeitet als auch gelagert. Der Erhebungsstelle ist es verboten, die Fragebogen auszuwerten. Selbst der Transport der Unterlagen zum Statistischen Landesamt Stuttgart erfolgt in verschlossenen Behältern. Die gesetzlichen Grundlagen des Zensus und des Datenschutzes verbieten es, Informationen, die für den Zensus erhoben wurden, an andere Behörden wie etwa das Finanzamt oder das Sozialamt oder an private Institutionen und Personen weiterzureichen, was auch Rückspielverbot genannt wird. Persönliche Angaben der Bürgerinnen und Bürger werden also den abgeschotteten Bereich der Erhebungsstellen und Statistischen ämter nicht verlassen. Hilfsmerkmale wie Namen oder Geburtsdatum werden nach der Aufbereitung der Daten gelöscht. übrig bleibt von den Angaben der Befragten ein aus Ziffern bestehender anonymisierter Datensatz auf einem maschinellen Datenträger.Laut Zensusgesetz besteht für die durch das Statistische Bundesamt per Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und Bürger Auskunftspflicht, das heißt, jeder ausgewählte Bürger muss an der Befragung teilnehmen und die gefordereten Angaben machen. Der Fragebogen enthält unter anderem Fragen zu Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Hauptwohnsitz, Schulbesuch, Bildungs- und Ausbildungsabschluss sowie Berufstätigkeit. Auskunftsverweigerer droht ein Zwangsgeld bis zu 5000 Euro, das mehrfach angedroht, festgesetzt und vollstreckt werden kann. Der Zensus hat das Ziel, eine möglichst genaue Momentaufnahme von Basisdaten zur Bevölkerung zu liefern.Die Arbeit der Erhebungsstelle in den nächsten Wochen konzentriert sich darauf, jene Auskunftspflichtigen, sogenannte Selbstausfüller, deren Fragebogen bisher noch nicht eingegangen ist, an ihre Pflicht zu erinnern. Derzeit werden auch diejenigen Auskunftspflichtigen, die der Interviewer trotz mehrmaliger Terminankündigung nicht angetroffen hat, gebeten, die Auskünfte zu erteilen.Die Erhebungsstelle des Landratsamtes Ortenaukreis ist hier gerne behilflich, den Fragebogen auszufüllen. Hierzu reicht es aus, sich telefonisch oder per E-mail bei der Erhebungsstelle zu melden.