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"Der Kabinettsentwurf zum Versorgungsstrukturgesetz eröffnet die Chance, die medizinische Versorgung auch im ländlichen Raum zu sichern", erklärt der Landrat des Ortenaukreises, Frank Scherer, nachdem die Bundesregierung diese Woche einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet hat.Besonders erfreulich sei, dass die Planungsbereiche für die ambulante Versorgung nicht mehr den Stadt- und Landkreisen entsprechen müssen, eine bedeutende änderung gerade für den flächengroßen Ortenaukreis. Nach dem Entwurf können die Bereiche kleinräumiger strukturiert werden und somit Versorgungsengpässe im ländlichen Raum verhindert werden. Scherer begrüßt auch die Stärkung der Mitwirkungsrechte der Länder, die größeren regionalen Gestaltungsmöglichkeiten und die finanziellen Anreize für Landärzte, die der Gesetzesentwurf vorsieht.Seit längerem hat sich der Landrat in Gesprächen mit Abgeordneten, dem Landkreistag und der Kassenärztlichen Vereinigung Südbaden immer wieder für die jetzt beschlossenen änderungen eingesetzt. Das Thema "ärztliche Versorgung im ländlichen Raum" hat der von Landrat Scherer im Jahr 2009 initiierte Unterausschuss "Gesamtstrategie Ländlicher Raum" in seinem Arbeitsprogramm aufgegriffen. Ein Modellprojekt "ärztliche Versorgung" des Gemeindetags wurde in die Gesamtstrategie integriert und im Unterausschuss von Projektpaten betreut. Das Projekt erarbeitet Lösungen, wie die ärztliche Versorgung insbesondere im ländlichen Raum langfristig gesichert werden kann. Auch die Landesregierung hat mit der gleichen Zielsetzung ein 15 Punkte umfassendes "Aktionsprogramm Landärzte – Sicherung der flächendeckenden ambulanten ärztlichen Versorgung in Baden-Württemberg" beschlossen.Dem drohenden Hausärztemangel im ländlichen Raum begegnet auch das Ortenau Klinikum aktiv mit einem attraktiven Weiterbildungsangebot. Es ist seit 2009 Kooperationspartner des Kompetenzzentrums für Allgemeinmedizin an der Universitätsklinik Heidelberg bei der "Verbundweiterbildung plus", das die verstärkte Gewinnung von hausärztlichem Nachwuchs zum Ziel hat. Im Rahmen dieses Programms garantiert das Ortenau Klinikum im stationären Bereich eine strukturierte, kontinuierliche und qualitativ hochwertige Weiterbildung. Die Rotation in eine geeignete ambulante Weiterbildungsstätte organisiert das Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin. Darüber hinaus bringt sich das Ortenau Klinikum in das regionale Förderprogramm "Praktische Zukunft – Junge ärzte im Kinzigtal", welches von der "Gesunden Kinzigtal GmbH" initiiert wurde, ein.