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Edith Shala und Alexander Martschenko traten gestern in Lahr die ersten Bürgerarbeitsstellen an. Georg Benz, Sozialdezernent des Ortenaukreises, und der Erste Bürgermeister der Stadt Lahr, Guido Schöneboom, begrüßten die beiden an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Tramplerstraße, dem Gebrauchtwarenkaufhaus "Fundus". "Ich bin sehr froh darüber, dass wir die ersten Bürgerarbeitsplätze jetzt besetzen können, nachdem sich Landrat Frank Scherer seit Monaten intensiv beim Bund dafür eingesetzt hat, verschiedene Hürden, die zu Verzögerungen geführt haben, zu beseitigen", so Benz. Shala wird im Bereich Präsentation und Verkaufsassistenz arbeiten, Martschenko wird als Fahrer für den Warentransport vom Spender zum Kaufhaus verantwortlich sein. Träger des Gebrauchtwarenhauses ist die Neue Arbeit Lahr (NAL), die gemeinnützige Hilfe für Arbeitslose leistet und insgesamt bisher dreizehn Bürgerarbeitsplätze zur Verfügung stellt.Die Bürgerarbeit ist ein Programm des Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das speziell Langzeitarbeitslosen helfen soll, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu finden. Die Kommunale Arbeitsförderung des Ortenaukreises (KOA) hatte sich erfolgreich um die Teilnahme am Programm beworben und setzt es seit dem 1. September 2011 zusammen mit den Gemeinden und den sonstigen Arbeitgebern um. Gefördert werden sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, in deren Rahmen im öffentlichen Interesse liegende und zusätzliche Arbeiten erledigt werden, damit keine regulären Beschäftigungsverhältnisse verdrängt werden.Die Arbeitsplätze werden zum größten Teil durch Bundesmittel und Mittel des Europäischen Sozialfonds finanziert, aber auch der Ortenaukreis, die Städte und Gemeinden und die jeweiligen Arbeitgeber tragen einen Teil der Kosten. Die Bürgerarbeiter erhalten einen Arbeitsvertrag für drei Jahre und werden über die Beschäftigungsgesellschaften "Neue Arbeit Lahr gemeinnützige Hilfe für Arbeitslose" oder die "Afög Personal Service GmbH" angestellt. Die beiden Beschäftigungsgesellschaften wickeln die Lohnabrechnungen mit den Bürgerarbeitern sowie die Mittelabrufe und Verwendungsnachweise mit dem Bundesverwaltungsamt ab. Die wöchentliche Arbeitszeit der Bürgerarbeiter beträgt entweder 20 oder 30 Stunden. Eine Vollzeittätigkeit ist im Rahmen der Bürgerarbeit nicht vorgesehen, damit den Arbeitnehmern Zeit bleibt, sich weiterhin intensiv um eine Arbeitsstelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bemühen. Die KOA unterstützt die Arbeitnehmer hierbei mit einem Coaching, einem speziellen Betreuungsprogramm.Für die Stadt Lahr sind 13 Bürgerarbeitsplätze bereits genehmigt, weitere 25 sind im Antragsverfahren. "Nachdem sich die Gewitterwolken über dem Projekt nun verzogen haben, können wir endlich für einige Langzeitarbeitslose sozialversicherungspflichtige Plätze bieten. Für diese Personen freut es uns sehr, dass wir in gemeinschaftlicher Arbeit den langen Atem hatten und nun starten konnten", so Guido Schöneboom. Im gesamten Ortenaukreis, inklusive Stadt Lahr, sind aktuell 28 Projekte mit insgesamt 41 Arbeitsplätzen genehmigt. Die Zulassung weiterer 50 Arbeitsplätze wird im Moment geprüft. Bis zum 31. Dezember 2011 können Gemeinden und sonstige Träger noch Projektideen einreichen. Spätester Starttermin für Bürgerarbeiter ist der 1. Mai 2012. Informationen und Anregungen für Bürgerarbeitsprojekte sind auf der Internetseite der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis unter www.koarb.de , Suchwort Bürgerarbeit, eingestellt.