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Landrat Frank Scherer informierte sich gestern an den Beruflichen Schulen in Kehl über deren Arbeit und die angebotenen schulischen Bildungswege. Bei seinem Rundgang durch die Schule stellte Landrat Scherer fest, "hier wird deutsch-französische Zusammenarbeit gelebt. Das Französisch sprechende Lehrerkollegium und die zweisprachigen Ausbildungsangebote sind das Markenzeichen der Schule". Der Ortenaukreis bekenne sich trotz demographisch bedingter rückläufiger Schülerzahlen zu seinen dezentralen Schulstandorten.Die Beruflichen Schulen Kehl sind mit insgesamt 1.800 Schülern die drittgrößte berufliche Schule im Ortenaukreis und Standort der Deutsch-Französischen Berufsschule. Den Berufsschulunterricht in Kehl besuchen derzeit 1.300 duale Auszubildende, die in den Kompetenzzentren für Nahrung und Gastronomie, Metalltechnik und Fahrzeugtechnik , Spedition und Logistik sowie weiteren kaufmännischen Berufen ausgebildet werden. Von den 500 Vollzeitschülern besuchen 180 das dreizügige Wirtschaftsgymnasium. Im kaufmännischen Berufskolleg I mit einer eigenen virtuellen übungsfirma werden 50 Schüler unterrichtet. Weitere 180 Schüler zählen die ein- oder zweijährigen Berufsfachschulen. Schließlich besuchen 80 Jugendliche die schulischen Angebote Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Vorqualifizierung Arbeit und Beruf (VAB) sowie das Berufseinstiegsjahr (BEJ). Der Ortenaukreis bietet seit diesem Schuljahr in Kehl je eine BVJ-Klasse sowie eine kaufmännische Berufskolleg I-Klasse in Form einer Ganztagesklasse an.Der Ortenaukreis wendet für seine Kehler Schule jährlich 1,8 Mio. Euro auf. Im Jahr 2010 hat der Ortenaukreis weitere 700.000 Euro in die Schule investiert. Darunter fallen energetische Sanierungsmaßnahmen an den Schulgebäuden und die Anschaffung einer CNC-Metallbearbeitungsmaschine. Weitere 250.000 Euro investiert der Ortenaukreis in den Umbau und die Erweiterung der Werkstätten, damit im Nahrungsbereich die aktuellen EU-Hygieneanforderungen erfüllt werden. Außerdem verfügt die Schule seit kurzem über eine neue Profiküche."Unsere beruflichen Schulen haben eine wichtige Aufgabe bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses für Industrie und Handwerk, aber auch des Akademikernachwuchses. Bildung ist ein immens wichtiger Standortfaktor. Mit der konsequenten Umsetzung des 2008 vom Kreistag verabschiedeten Schulentwicklungsplans und der Einrichtung von berufsfeldbezogenen Kompetenzzentren tragen wir dazu bei, den ländlichen Raum und damit die Zukunft unseres Standorts Ortenau zu stärken. Deshalb ist es mir wichtig, persönlich die Situation vor Ort in Augenschein zu nehmen. Diese direkten Kontakte bilden eine wichtige Grundlage für mein Handeln", so Scherer.Der Ortenaukreis ist Schulträger aller 13, dezentral an den Standorten Achern, Gengenbach, Hausach, Kehl, Lahr, Offenburg und Wolfach über das gesamte Kreisgebiet verteilten beruflichen Schulen im Ortenaukreis. Sie werden jährlich von rund 14.500 Schülerinnen und Schülern besucht. Damit ist der Ortenaukreis der größte Schulträger unter den Landkreisen in Baden-Württemberg. Für die laufenden Betriebskosten seiner Schulen wendet der Kreis jährlich mehr als 14,5 Millionen Euro auf.Seit 2008 verfügt der Ortenaukreis über einen Schulentwicklungsplan, der sicherstellt, dass alle Schulstandorte trotz demografisch rückläufiger Schülerzahlen erhalten bleiben und gleichzeitig über die Einrichtung von Kompetenzzentren für einzelne Berufsfelder die Ausbildungsqualität an den beruflichen Kreisschulen gesteigert hat.