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Um der bundesweit steigenden Zahl an Flüchtlingen zu begegnen, muß der Ortenaukreis die Plätze zur vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften auf bis zu 600 aufstocken. Der Verwaltungsausschuss des Ortenaukreises beauftragte heute nach einer Diskussion des Themas die Verwaltung, ein entsprechendes Kontingent an Plätzen für die vorläufige staatliche Unterbringung von Flüchtlingen bereit zu halten. Grundlage hierfür sind die Prognosen des Innenministeriums, dass der Flüchtlingsstrom nach Deutschland auch weiterhin zunehmen wird. Der Ortenaukreis muss 0,5 Prozent der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge aufnehmen und rechnet ab 2011 mit rund 250 neuen Asylbewerbern jährlich. Per Gesetz hat das Land Baden-Württemberg den Stadt- und Landkreisen die staatliche Aufgabe übertragen, ausländische Flüchtlinge vorläufig unterzubringen und zahlt ihnen dafür eine Pauschalbetrag von rund 10.000 Euro pro Flüchtling. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 30 Monaten wird der Kreis künftig bis zu 600 Plätze auf Dauer benötigen. Zur Zeit belegt das Landratsamt Ortenaukreis Liegenschaften in Offenburg, Lahr, Kehl, Achern und Renchen und kann damit rund 380 Flüchtlingen ein Quartier bieten. Von 2001 bis 2007 schwankten die Asylbewerberzahlen im Kreis um einen statistischen Wert von durchschnittlich 650, bis 2010 waren sie wieder rückläufig, so dass der Kreis aus Kostengründen 600 der 910 vorgehaltenen Plätze abgebaut hat. Um den unvorhersehbaren erneuten Anstieg der vergangenen Monate aufzufangen, habe das Landratsamt Ortenaukreis als Zwischenlösung in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden die Aufnahmekapazität erhöht. Doch mittel- und langfristig stehe ein Bedarf von 600 festen Plätzen an, erklärte Michael Loritz, der für das Migrationsamt zuständige Dezernent. Die Anpassung an kurzfristige Belegungsschwankungen habe in der Vergangenheit mehr Nachteile als Vorteile gezeigt, da der jeweilige organisatorische, finanzielle und politische Aufwand sehr hoch sei. Der über die geplanten 600 Plätze hinausgehende Bedarf werde die Behörde über kurzfristige Anmietungen decken.