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Der Ortenaukreis will die wirtschaftlichen Chancen und Potenziale des Tourismus noch besser erschließen und nutzen. Dazu hat der Kreistag des Ortenaukreises heute einstimmig eine Tourismuskonzeption verabschiedet, die als langfristig angelegtes, strategisches Konzept Handlungsoptionen und Leitlinien der künftigen Tourismusarbeit aufzeigt und sich als Orientierungsrahmen für alle touristischen Akteure im Kreis versteht. "Die Tourismuskonzeption ist eine hervorragende Basis für die gemeinsame Weiterentwicklung des Tourismus im Ortenaukreis. Wir sind auf dem richtigen Weg!", betonte Landrat Frank Scherer, der unmittelbar nach seiner Wahl im September 2008 einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf den Tourismusbereich gelegt hatte. So beschloss der Kreistag im März 2009 auf Initiative von Landrat Frank Scherer, der seit Januar 2011 auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Schwarzwald Tourismus GmbH ist, die Stelle der Tourismusbeauftragten einzurichten. Die rund hundertseitige Konzeption, die unter der Federführung der Tourismusbeauftragten im Landratsamt Ortenaukreis, Sandra Bequier, und unter Mitwirkung aller Tourismusakteure im Kreis entwickelt wurde, ist die erste systematische Betrachtung und Analyse der Tourismussituation im Ortenaukreis überhaupt. Ausgehend von einer Analyse der derzeitigen Situation des Tourismus im Ortenaukreis und der Definition wichtiger Zielgruppen legt die Studie strategische Ziele fest und entwickelt Maßnahmen und Handlungsempfehlungen. So soll die Position des Landkreises und des Schwarzwaldes als Tourismusregion gestärkt werden und eine bessere Vernetzung der touristischen Akteure erfolgen. Darüber hinaus sollen die kreisübergreifende sowie grenzüberschreitende Vernetzung, Kooperation und Koordination gefördert werden. Alle touristischen Akteure sollen einbezogen und aktiviert werden, um noch erfolgreichere Angebote für den Markt zu entwickeln. Dabei wird der Fokus zukünftig auf die für den Ortenaukreis besonders wichtigen Nachfragegruppen ""Best Ager" und ältere Senioren", "Familien" und die sogenannten "LOHAS" (Lifestyles of Health and Sustainability) gerichtet. Aufgrund der Heterogenität dieser Zielgruppen sollen Angebote zu verschiedenen Schwerpunktthemen wie "Wein und Kulinarik", "Kultur, Freizeit, Erlebnis und Events", "Naturerlebnis" und "Aktiv" entwickelt werden, um die Wünsche und Ansprüche der Gäste optimal zu erfüllen. Außerdem empfiehlt das Konzept, sogenannte Leuchtturmprojekte mit überregionaler Ausstrahlung wie beispielweise die Veranstaltungsreihe DORT oder ein kreisweites E-Bike und Radwegeprojekt umzusetzen und weiter auszubauen. Als langfristig angelegtes Strategiekonzept wird die Tourismuskonzeption für den Ortenaukreis kontinuierlich weiterentwickelt, um so der Dynamik und dem ständigen Wandel der Branche gerecht zu werden. "Der Tourismus ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft unseres Standorts", so Scherer in der Sitzung. "Deshalb freue ich mich, dass der Kreistag heute mit der Zustimmung zur verkehrsgerechten Optimierung der Zufahrt zum Europa-Park eine weitere zukunftsorientierte Entscheidung getroffen hat, von der nicht nur die Verkehrssicherheit und die Besucher des Europa-Parks, sondern auch die gesamte Tourismusbranche im Ortenaukreis profitieren werden. Ich halte es für äußerst wichtig, dass unsere großen touristischen Attraktionen im Ortenaukreis, so wie auch unser Schwarzwälder Freilichtmuseum in Gutach ab 2014 einen Bahnhalt erhalten wird, über sehr gute Verkehrsanbindungen verfügen." Hintergrund Der Tourismus im Ortenaukreis sichert rund 80.000 Arbeitsplätze und erwirtschaftet einen Bruttoumsatz von 900 Millionen Euro aus dem Tages- und übernachtungstourismus. Damit macht er rund zehn Prozent der Wirtschaftskraft des Landkreises aus. Wesentliche Säulen dieses Erfolgs sind die attraktive und authentische Natur- und Kulturlandschaft, die reizvollen Städte und Gemeinden, eine ausgezeichnete Gastronomie sowie zahlreiche kulturelle, sport- und freizeitorientierte Angebote vom Erlebnispark über Wellness-Angebote bis hin zum Wandern und Radfahren. All das trägt dazu bei, dass die Region bei Touristen beliebt und mit rund drei Millionen übernachtungen im Jahr eines der besucherstärksten Urlaubsziele im Schwarzwald ist.