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Landrat Frank Scherer stand heute morgen einer Gruppe Langzeitarbeitsloser und Vertretern des Fachverbandes für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V. (AGJ) vor dem Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg Rede und Antwort. Die rund 20 Kundgebungsteilnehmer beklagten geplante Kürzungen des Bundes im Bereich der beruflichen Eingliederung. Dadurch stehen der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis 2011 rund 2,7 Millionen Euro weniger Mittel zur Verfügung. Betroffen davon sind auch sogenannte niederschwellige Angebote für Langzeitarbeitslose im Ortenaukreis wie die Projekte "Burg" und "Wasserstraße". Sowohl das Projekt "Burg" wie auch das Projekt "Wasserstraße" sind Maßnahmen, die für die Teilnehmer eine Tagesstruktur bieten. Beide Projekte hat die Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) im Jahr 2010 aus Bundesmitteln mit 110.000 Euro unterstützt. Da der Kreis die Kürzungen der Bundesmittel auf die einzelnen Eingliederungsmaßnahmen umlegen muss, soll die Unterstützung für beide Projekte 2011 nur noch 85 000 Euro betragen. Für 2012 werden weitere Kürzungen erforderlich. Weitere Kürzungen könnten das Aus für diese Projekte bedeuten. Das würde für viele Betroffene ein Leben auf der Straße bedeuten und die Folgekosten würden dann wieder den Kreis belasten, argumentierten die Kundgebungsteilnehmer.Landrat Frank Scherer diskutierte engagiert mit den Demonstranten: "Ich sehe die Probleme und verstehe Ihre ängste. Die Kürzung der Mittel war allerdings nicht unsere Entscheidung. Wir haben als Landkreis keine Einflussmöglichkeiten auf Kürzungen des Bundes, dem Landkreis fällt jedoch die undankbare Aufgabe zu, die Einsparbeschlüsse aus Berlin vor Ort umsetzen zu müssen. Ich kann Ihnen aber versichern, dass die Kreisrätinnen und Kreisräte sich diese erforderlichen Entscheidungen nicht einfach machen. Eine Ersatzschatulle, aus der der Kreis das fehlende Geld zuschießen könnte, sehe ich allerdings nicht, und Geld drucken können wir leider auch nicht."Der Sozialausschuss des Ortenaukreises wird in seiner Sitzung am 29. November 2011 über die Budgetplanung der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis und damit auch über die Reaktion auf die gekürzten Bundesmittel beraten.