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Der Ortenaukreis richtet mit den Städten und Gemeinden Haslach, Hausach, Fischerbach, Mühlenbach, Oberwolfach sowie Steinach einen Rufauto-Verkehr ein. Ab sofort wird das Nahverkehrs-Angebot in den Seitentälern des Mittleren Kinzigtals und Wolftals bedarfsgerecht ergänzt. Landrat Frank Scherer stellte heute in Hausach mit den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen das Projekt vor. "Ich freue mich, dass das Projekt des Unterausschusses Gesamtstrategie Ländlicher Raum des Ortenaukreises jetzt umgesetzt wird und die Bewohner in abseits gelegenen Orten besser an den öffentlichen Personnahverkehr angebunden werden. Mit dieser Dienstleistung für den Ländlichen Raum stärken wir unseren Standort", sagte Scherer.Die einzelnen Rufautos verkehren nach einem festen Fahrplan immer montags, mittwochs und freitags insbesondere zu Zeiten, an denen keine Linienbusse fahren. Die Fahrgäste melden den Bedarf mindestens eine Stunde vorher an. Vormittags und nachmittags werden jeweils eine Hinfahrmöglichkeit und zwei Rückfahrmöglichkeiten angeboten. Zusteigen können die Fahrgäste an den bereits bestehenden Haltestellen der Linienbusse, in den Seitentälern ohne Haltestellen holt das Rufauto die Fahrgäste an ihrer Haustür ab und bringt sie bis zum nächsten zentralen Ort. Nach ihren Erledigungen wie zum Beispiel Einkaufen, Behörden- oder Arztbesuchen können die Fahrgäste nach Voranmeldung wieder mit dem Rufauto zurückfahren. Die Fahrpläne sind nach den Zugverbindungen ausgerichtet, so dass das Rufauto auch als Zubringer zum Zug dienen kann. Der Fahrpreis beträgt einheitlich drei Euro pro Fahrt. Den Rufauto-Service betreiben das Taxi-Unternehmen Luke, Meßmer Reisen und das Reise- und Taxiunternehmen Heizmann.Die Planungskosten von rund 27.000 Euro wurden zur Hälfte über LEADER-Mittel finanziert, ein Förderprogramm der Europäischen Union zur wirtschaftlichen Entwicklung des Ländlichen Raums. Die andere Hälfte sowie die Betriebskosten haben der Ortenaukreis und die teilnehmenden Gemeinden übernommen. Das Projekt läuft zunächst in einer Probephase von drei Jahren. Danach werden die Projektträger über die Fortführung des Rufautosystems entscheiden. Die Fahrpläne sind bei den jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen erhältlich. Sie können neben weiteren Informationen auch auf der Internetseite der TGO unter / Fahrplanauskunft / Rufauto / Mittleres Kinzigtal abgerufen werden.Hintergrundinformation Gesamtstrategie Ländlicher Raum: Der Kreistag des Ortenaukreises hat im März 2010 auf Initiative von Landrat Frank Scherer ein Konzept für die Gesamtstrategie Ländlicher Raum (GSLR) beschlossen, um das Potenzial des ländlichen Raums zu erfassen und weiterzuentwickeln und damit den Standort insgesamt nachhaltig zu stärken. Das Konzept zur Standortentwicklung haben Mitglieder des Kreistags und externe Experten aus der Land- und Forstwirtschaft, den Kammern sowie Fachleute aus den Bereichen Tourismus, Gesundheit, Familie, Senioren und Jugend im Unterausschuss GSLR erstellt. Daraus wurden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen abgeleitet. Neben dem Rufauto-Sevice wurden bereits weitere Projekte wie der "Wettbewerb Soziales Miteinander", die Gründung des Landschaftserhaltungsverbands oder der Hofladenatlas umgesetzt.