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Schwangere Frauen in Not erhalten seit fünf Jahren rund um die Uhr anonym und kostenlos Hilfe über das Moses-Notrufnetz. Die Beraterinnen sind ab sofort unter der neuen Hotline 0800 1166737 erreichbar. Die letzten fünf Ziffern 6-6-7-3-7 entsprechen den Buchstaben M-O-S-E-S auf der Telefontastatur. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Projekts blicken Monika Strauß, Leiterin des Amts für soziale und psychologische Dienste im Landratsamt Ortenaukreis, und Schwester Dr. M. Frumentia Maier, die das Haus des Lebens in Offenburg leitet, auf die Erfolge des Moses-Projektes zurück. Dass dieses wichtige Projekt erfolgreich ist und weitere Unterstützung sowohl durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen als auch durch Spenden benötigt, dessen sind sich die beiden gewiss.Etwa 190 Anrufe haben seit Projektstart im Jahr 2006 das Notrufnetz erreicht. In über 80 Fällen erhielten schwangere Frauen in akuten Krisensituationen unbürokratische Hilfe und Beratung. Rund 36.000 Stunden Telefonbereitschaft haben speziell geschulte ehrenamtliche Helferinnen Tag und Nacht und an den Wochenenden in diesen fünf Jahren geleistet. Zudem übernehmen qualifizierte Fachkräfte der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen von Caritas, Diakonie, Landratsamt und Sozialdienst katholischer Frauen montags bis freitags im täglichen Wechsel zusätzlich zu ihrer regulären Tätigkeit diese Aufgabe. "Diesen Frauen gebühren großer Dank und Respekt für ihr Engagement, denn ohne sie könnten wir dieses wichtige Angebot nicht leisten", erklären Schwester Frumentia und Amtsleiterin Monika Strauß. Nicht nur schwangere Jugendliche und Frauen unterschiedlichen Alters, die sich in einer für sie scheinbar ausweglosen Situation befinden, auch deren Partner und Familienangehörige finden unter der Moses-Rufnummer Gehör, Beratung und Hilfe. "Die meisten Anruferinnen haben Existenzängste. Sie können sich nicht vorstellen, wovon sie und das Kind leben sollen und sorgen sich um ihren Arbeits- oder Ausbildungsplatz", beschreibt Strauß die Nöte der Ratsuchenden.Neben dem Notrufnetz bietet das Ortenauer Moses-Projekt auch weitergehende Hilfen an: vom persönlichen Beratungsgespräch auch am Abend oder Wochenende in einem geschützten Raum, über Begleitung zum Arzt oder zu einer Beratungsstelle bis hin zur Wohnmöglichkeit im Haus des Lebens. Auch die Möglichkeit der vertraulichen oder anonymen Geburt, wonach die Mütter in der Regel ihre Kinder zur Adoption freigeben, kann diskutiert werden. "Neun von zehn Frauen bekennen sich nach der Beratung zu ihrem Kind", berichtet Schwester Frumentia, "nur zwei Frauen haben sich seit Projektbeginn für eine vertrauliche Geburt entschieden."Das Ortenauer MOSES-Projekt basiert auf einem schriftlichen Kooperationsvertrag der beteiligten Institutionen. In diesem Ortenauer Netzwerk engagieren sich die Kreiseinrichtungen Amt für Soziale und Psychologische Dienste, die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, die Adoptionsberatung und -vermittlung sowie das Ortenau Klinikum, die Caritasverbände Achern und Lahr, das Diakonische Werk im Ortenaukreis, die Katholische Gesamtkirchengemeinde Offenburg mit dem Haus des Lebens, der Sozialdienst Katholischer Frauen und einige Ortenauer ärzte und Hebammen.Ins Leben gerufen wurde das Projekt, nachdem im Jahr 2005 in Lahr ein Säugling tot aufgefunden wurde. Der Kreistag des Ortenaukreises dachte daraufhin über die Einrichtung einer Babyklappe nach und beauftragte eine Arbeitsgruppe von Experten unter der Federführung von Amtsleiterin Monika Strauß, ein Konzept zur besseren Vernetzung der vorhandenen Hilfsangebote zu erstellen. Im Dezember 2006 konnte das Ortenauer Moses-Projekt schließlich starten."Wir brauchen dringend weitere Ehrenamtliche für die Unterstützung des Notruf-Teams. Neben einer guten Schulung laden wir regelmäßig zum Erfahrungsaustausch ein", so Strauß. Interessierte Frauen können sich unter Tel. 0781 805 9619 direkt an sie wenden. Da das Moses-Projekt Ortenau ohne öffentliche Zuschüsse auskommen muss, sind auch Spenden auf die Kontonummer 430 bei der Sparkasse Offenburg / Ortenau, BLZ: 66450050, willkommen. Weitere Informationen zum Moses-Projekt bietet die Homepage .