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Die um die Jahreswende über Deutschland gezogenen Sturmtiefs "Joachim", "Uli" und "Andrea" haben in den Wäldern der Ortenau mit rund 20.000 Festmeter Sturmholz nur relativ geringe Schäden verursacht. Dies ergibt eine erste Bilanz des Amtes für Waldwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis."Die gehäuften Unwetterwarnungen hatten bei vielen Waldbesitzern und Förstern ungute Erinnerungen an das verheerende Sturmtief "Lothar" am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 wachgerufen", so Franz Kaiser vom Amt für Waldwirtschaft. "Glücklicherweise sind diesmal keine großen Schäden entstanden und wir können Entwarnung geben." Abgesehen von einigen verstreut geworfenen oder gebrochenen Bäumen seien keine großflächigen Sturmschäden in der Ortenau zu beklagen.Im Vergleich zum regulären nachhaltigen Jahreseinschlag mit über 650.000 Festmetern machen die 20.000 Festmeter Sturmholz lediglich drei Prozent aus. Die Schäden traten schwerpunktmäßig in den höheren Kammlagen des Kinzig- und Wolftales, am Westabfall des Schwarzwaldes im Bereich Lahr und Friesenheim und im Hanauerland auf. Während im Bergwald vor allem flachwurzelnde Fichten den Stürmen zum Opfer fielen, hat das Sturmtief "Andrea" in den Auewäldern auch Laubhölzer gebrochen und ausgewurzelt. östlich von Legelshurst wurden durch kräftige lokale Böen vereinzelt sogar sturmstabile über hundertjährige Eichen geworfen. Die Aufarbeitung der Bäume werde zunächst zusätzliche Kosten verursachen. Die Vermarktung stelle jedoch dank der aktuellen guten Marktsituation kein Problem dar, so Kaiser.Eine wichtige Waldschutzmaßnahme der kommenden Wochen ist die Aufarbeitung der verstreut geworfenen oder abgebrochenen Bäume, damit im Frühjahr die Borkenkäfer keinen "gedeckten Tisch" vorfinden. Die Borkenkäfer finden in frisch geworfenen Nadelbäumen und Kronen ideale Brut- und Vermehrungsbedingungen. Liegengelassene Sturmhölzer können daher zu einem Ausgangspunkt für eine Massenvermehrung der Käfer werden. Das Amt für Waldwirtschaft appelliert deshalb an alle Waldbesitzer, die Waldbestände auf Schäden zu kontrollieren und die Bäume zügig bis spätestens zum Frühjahr aufzuarbeiten.Besonders wichtig ist die Beachtung des erhöhten Unfallrisikos bei der Sturmholzaufarbeitung. Frisch geworfene Bäume weisen häufig nur schwer erkennbare, hohe innere Spannungen auf. Beim Abtrennen eines Stammes von der Wurzel können gewaltige Kräfte freigesetzt werden, erläutert Franz Kaiser. Um Unfälle zu vermeiden, ist die Sturmholzaufarbeitung deshalb für Laien und unerfahrene Motorsägenführer tabu. Die Revierleiter beraten die Ortenauer Waldbesitzer über geeignete Ernteverfahren und vermitteln bei Bedarf Forstunternehmer mit entsprechender Maschinenausstattung.