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Das Landratsamt Ortenaukreis hat mit der Altlastensanierung der früher von den kanadischen Streitkräften betriebenen, sogenannten CANEX-Tankstelle auf der ehemaligen "Kaserne Lahr-Ost" begonnen. Die Sanierungsfläche liegt am Nordrand des ehemaligen Kasernengeländes nördlich der neuen Aristide-Briand-Straße. Das Gebiet im Umfeld wurde im Jahr 2010 erschlossen und wird derzeit nach und nach durch Einfamilienhäuser bebaut. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund eine Million Euro. "Vorangegangene Untersuchungen auf dem jetzt zur Sanierung anstehenden Gelände ergaben sowohl im Boden als auch im Grundwasser erhebliche Verunreinigungen durch Benzin und Diesel. Um die Fläche zur Wohnbebauung nutzen zu können, ist eine Sanierung zwingend erforderlich", so Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter beim Landratsamt Ortenaukreis. Im Zuge der Sanierung werden die am stärksten verunreinigten Bodenbereiche ausgehoben und durch unbelasteten Boden ersetzt. Die Verunreinigungen befinden sich in einer Tiefe von rund vier bis sechs, punktuell auch bis 7,5 Metern. Insgesamt müssen für die Sanierung rund 13.000 Kubikmeter Boden ausgehoben werden. Davon sind rund 4.000 Kubikmeter, so rechnen die Fachleute vom Landratsamt, belastet und müssen entsorgt werden. In einem zweiten Sanierungsschritt wird das Grundwasser gesäubert. Das sich in der Grube sammelnde, verunreinigte Wasser wird mit mehreren Pumpen abgesaugt, in einer mehrstufigen Aufbereitungsanlage gereinigt und schließlich in die Schutter geleitet. Nach der erfolgreichen Sanierung wird die Baugrube mit dem vor Ort zwischengelagerten, sauberen und bautechnisch geeigneten Bodenmaterial verfüllt und verdichtet. "Die vormals nicht bebaubare Fläche steht anschließend für eine Bebauung im Wohngebiet "Parkdomizil Hohbergsee" uneingeschränkt zur Verfügung," freut sich Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Ortenaukreis. Die mit ersten Vorarbeiten im Dezember 2011 begonnene Sanierung wird voraussichtlich Ende Mai 2012 abgeschlossen sein. Zudem weist Vetter darauf hin, dass alle Vorkehrungen getroffen wurden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen von Arbeitern und Anwohnern durch eventuell freigesetzte Benzindämpfe auszuschließen. So wird beispielsweise die Qualität der Luft in der Aushub- und Kippzone sowie im Umfeld der Baustelle kontinuierlich überprüft. Auch ist eine leistungsfähige Anlage zur Absaugung und Abreinigung von freiwerdenden Dämpfen (Bewetterungsanlage) im Einsatz. Darüber hinaus wird der zwischengelagerte, kontaminierte Aushub vollständig durch Folien abgedeckt. Die Anwohner im unmittelbaren Umfeld des Geländes wurden im Vorfeld der Sanierung mit einem an die Haushalte verteilten Flyer ausführlich informiert. Auftraggeber für die Sanierung ist das Landratsamt Ortenaukreis. Die Kosten tragen zu 75 Prozent die kanadischen Streitkräfte und zu 25 Prozent der Bund. Vertreter der kanadischen Streitkräfte, des Bundes, der Stadt Lahr sowie des Erschließungsträgers (Parkdomizil Hohbergsee) sind in die Planung und Durchführung der Sanierung eingebunden.