Hilfsnavigation

  • Kulinarische Ortenau.
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Tulpen
  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
über 3.800 Festmeter hochwertiges Laubstammholz hat das Amt für Waldwirtschaft des Landratsamts Ortenaukreis in den letzten Wochen an 35 Bieter aus dem In- und dem angrenzenden Ausland an zwei Submissionsterminen verkauft. Das Holz stammt aus 17 Ortenauer Gemeindewäldern, verschiedenen Privatwäldern und dem Staatswald. Dies berichtete Dezernent Edwin Dreher heute vor dem Ausschuss für Umwelt und Technik des Ortenauer Kreistags."Die schriftlichen Laubholzversteigerungen haben sich bewährt. Auch wenn die Preise in diesem Jahr insgesamt um zehn Prozent nachgegeben haben, sind wir insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden", so Edwin Dreher. Der durchschnittliche Erlös lag bei 230 Euro je Kubikmeter und blieb damit 48 Euro unter dem Vorjahrespreis. "Der Preis der Eiche, die für die Auewälder besonders wichtige Hauptbaumart, ist nachhaltig stabil. Wenn man von einer durchschnittlichen Produktionszeit von 150 bis 180 Jahren ausgeht, spielen kurzfristige Preisschwankungen keine große Rolle" erklärte der Dezernent. Es müsse ja nicht gerade geerntet werden, wenn der Preis einen Tiefstand erreicht habe. Die Eiche konnte einen Höchstpreis von 920 Euro pro Kubikmeter erzielen, was bei einem Holzvolumen von 4,6 Kubikmetern über 4.200 Euro für den ganzen Stamm einspielte. Der teuerste Stamm war ein Bergahorn aus dem Staatswald bei Achern, der bei einem Erlös von 2.020 Euro pro Kubikmeter insgesamt 4.265 Euro einbrachte.Die Laubstammhölzer aus der ganzen Ortenau wurden an drei zentralen Plätzen in Offenburg, Rheinau und Achern-Wagshurst zusammengetragen und sortiert, jeder Stamm auf seine Qualität hin begutachtet. äste oder Holzfehler wie Drehwuchs mindern den Preis. Aus den wertvollen Laubstämmen wird in der Regel Möbel- und Furnierholz hergestellt. An den Submissionsplätzen konnten die Interessenten das Holzangebot, zur Hälfte Stiel- und Traubeneichen, daneben auch Eschen, Bergahorn, Erle und die Esskastanie, besichtigen. Das Spektrum der Bieter reichte von Sägewerken über Fasshersteller bis hin zu Bogenbauern aus Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz.Insgesamt habe sich die wirtschaftliche Situation der Forstbetriebe in den Gemeinden deutlich verbessert, fasste Dreher das Ergebnis zusammen. Hätten vor Jahren die meisten Gemeindewälder in der Rheinebene noch rote Zahlen geschrieben, seien es heute nur noch wenige, die mit ihren Wäldern keinen Gewinn erwirtschafteten. Neben stabilen Stammholzpreisen führte auch das gestiegene Interesse an Brennholz und die der rationellere Waldarbeitereinsatz zu dem wirtschaftlichen Aufschwung für die Auewälder.