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Wasser ist eines der kostbarsten Güter der Welt. Um weltweit auf die Bedeutung der Trinkwasserversorgung hinzuweisen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf Wasserthemen zu lenken, haben die Vereinten Nationen 1992 den 22. März zum "Tag des Wassers" erklärt. Das Thema des diesjährigen Weltwassertages lautet "Wasser und Nahrungssicherheit". "Trinkwasser ist unser wichtigstes und am Besten überwachte Lebensmittel", betont Dr. Nikolas Stoermer, Dezernent für Kommunales, Gewerbeaufsicht und Umwelt. Es könne bei uns bedenkenlos getrunken werden. In vielen Teilen der Welt sei dies allerdings anders. Schätzungsweise müssen rund eine Milliarde Menschen weltweit auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser verzichten. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen im Juli 2010 den Anspruch auf sauberes Wasser zu einem Menschenrecht erklärt.Im Ortenaukreis sind rund 97 Prozent der Einwohner an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Der durchschnittliche Verbrauch je Einwohner und Tag beträgt im Ortenaukreis laut Statistischem Landesamt rund112 Liter und liegt damit etwas unter dem landesweiten Durchschnitt von 116 Liter. Der Löwenanteil, rund 70 Prozent der öffentlichen Wasserversorgung im Ortenaukreis, wird mittels Grundwasserförderung sichergestellt, 20 Prozent des Bedarfs werden mit Quellwasser und etwa sieben Prozent über die Fernwasserversorgung gedeckt. Die restlichen drei Prozent versorgen sich selbst.Um die gute Qualität des Trinkwassers im Ortenaukreis zu gewährleisten ist ein dichtes Netz an Kontrollen und Qualitätsprüfungen notwendig. Diese werden vor allem von den Hygienefachleuten beim Landratsamt Ortenaukreis vorgenommen und überwacht. Aber auch die Wasserversorger selbst tragen nach der sogenannten Trinkwasserverordnung eine Eigenverantwortung für die Qualität ihres abgegebenen Trinkwassers. Diese Verordnung legt insbesondere genau fest, wer wie oft kontrolliert und was gemessen werden muss. Damit wird ein umfassender Verbraucherschutz gewährleistet.Auf der Grundlage der Verordnung überwacht das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Ortenaukreis 51 öffentliche und 30 private Wasserversorgungen. Die Experten aus dem Landratsamt Ortenaukreis kontrollieren das Trinkwasser einerseits regelmäßig auf die mikrobiologische und chemische Beschaffenheit, andererseits überprüfen sie die Wasserversorgungsanlagen mindestens alle zwei Jahre auf die hygienischen sowie technischen und baulichen Voraussetzungen vor Ort. Je größer eine Anlage ist, um so öfter wird sie kontrolliert. Mindestens viermal jährlich muss jedoch jede Trinkwasserversorgung auf mikrobiologische und mindestens einmal jährlich auf überwiegend chemische Parameter untersucht werden. Allein aus den öffentlichen Wasserversorgungen im Ortenaukreis haben die Fachleute beim Landratsamt Ortenaukreis im Jahr 2011 über 1.100 Analyseergebnisse gesichtet und bewertet. "Mit Ausnahme weniger Einzelfälle war insgesamt die mikrobiologische Beschaffenheit des Trinkwassers im Ortenaukreis sehr gut", so Bernhard Vetter, Amtsleiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz. In zwei Fällen kam es zu mikrobiologischen Auffälligkeiten. In solchen Fällen sind die Betreiber gefordert durch übergangsweise Chlorung und durch die Instandsetzung von baulichen Anlagen, beispielsweise des Hochbehälters, die dauerhafte Qualität des Trinkwassers sicherzustellen. Bei der Untersuchung auf chemische Parameter, die rund 50 chemische Stoffe berücksichtigen, habe es keine Probleme gegeben.Neben den öffentlichen Wasserversorgungsanlagen gibt es im Ortenaukreis eine Vielzahl von sogenannten Eigenwasserversorgungen. Insgesamt sind beim Landratsamt Ortenaukreis rund 4.100 Hausbrunnen registriert, mit deren Hilfe die Betreiber solcher Anlagen ihre Anwesen selbst versorgen. Dabei liegt der besondere Augenmerk auf den 1.200 Anlagen mit Abgabe an Dritte, worunter Anlagen fallen, welche etwa Fremdenzimmer und Ferienwohnungen versorgen. Auch sie unterliegen regelmäßigen Kontrollen durch die Kreisverwaltung. "Trinkwasser ist lebensnotwendig", so Vetter, "deshalb ist auch der große Aufwand an Kontrollen für eine einwandfreie Qualität gerechtfertigt."