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Die Beruflichen Schulen in Achern können ihr Kompetenzzentrum Gesundheit mit der Einrichtung eines sozialwissenschaftlichen Gymnasiums ab dem Schuljahr 2013/14 weiter ausbauen. Dies hat das Kultusministerium auf Vorschlag des Kreistags des Ortenaukreises entschieden. Dieser hatte sich bereits am 20. Dezember 2011 dafür ausgesprochen, ein zweites Gymnasialangebot an den Beruflichen Schulen Achern aufzubauen und das zunächst vom Land vorgesehene Wirtschaftsgymnasium schnellstmöglich in ein sozialwissenschaftliches Gymnasium mit dem neuen Profil Gesundheit und Pflege umzuwandeln.Im Landratsamt Ortenaukreis und bei der Stadt Achern wurde die Entscheidung positiv aufgenommen. Ein Wermutstropfen sei jedoch der sehr verspätete Zeitpunkt der Entscheidung, die das Landratsamt Ortenaukreis erst nach mehrmaligem Nachfragen am vergangenen Donnerstag erfahren hat. Auch hat das Kultusministerium die Einrichtung eines vorläufigen Wirtschaftsgymnasiums als Einstieg in das zweizügige Gymnasium an den Beruflichen Schulen Achern zum kommenden Schuljahr 2012/13 nicht genehmigt."Es ist gut, dass das Kultusministerium die regionale Bildungsstruktur bei der Entscheidung berücksichtigt hat und unsere Sachargumente für das neue Profil Gesundheit und Pflege überzeugt haben. Angesichts der demografischen Entwicklung ist das neue Bildungsangebot zukunftsorientiert und eröffnet den Absolventen hervorragende berufliche Perspektiven. Völlig inakzeptabel ist, dass das Kultusministerium nahezu vier Monate für diese Entscheidung gebraucht hat", kommentierten Landrat Frank Scherer und Oberbürgermeister Klaus Muttach die Entscheidung.Das Kultusministerium hatte im Zuge des Ausbaus der beruflichen Gymnasium dem Ortenaukreis Anfang Dezember 2011 den Vorschlag unterbreitet, an den Beruflichen Schulen Achern neben dem bereits bestehenden technischen Gymnasium auch ein wirtschaftswissenschaftliches Gymnasialangebot (WG) einzurichten. Um das an den Beruflichen Schulen Achern vom Kreis eingerichtete Kompetenzzentrum Gesundheit zu stärken, hatte sich der Kreistag am 20. Dezember 2011 für eine schnellstmögliche Umwandlung des WG-Angebots in ein sozialwissenschaftliches Gymnasium mit dem Profil Gesundheit und Pflege ausgesprochen. Für dieses Vorgehen sprechen zudem bereits vorhandene regionale und mit dem Schwerpunkt Wirtschaft ausgerichtete Bildungsangebote in Bühl und an der Heimschule Lender in Sasbach. Mit einem Schreiben vom 22. Dezember 2011 hatte Landrat Frank Scherer daraufhin den Vorschlag des Kreistags beim Kultusministerium unterbreitet."Es sei überaus ärgerlich, dass das Land seinen Beschluss, kein wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium in Achern einzurichten, erst jetzt mitgeteilt hat, wo bereits 70 Anmeldungen für das Schuljahr 2012/2013 vorliegen", so Bernhard Kohler, Leiter des Amtes für Schule und Bildung beim Landratsamt Ortenaukreis. Die Beruflichen Schulen Achern müssen nun in den nächsten Tagen die Interessenten entsprechend informieren. Er bedaure sehr, dass in Folge der langen Entscheidungszeit des Ministeriums die reguläre Anmeldefrist für das kommende Schuljahr für eine Aufnahme an einem anderen beruflichen Gymnasium bereits abgelaufen sei.Das Amt für Schule und Kultur im Landratsamt Ortenaukreis hat deswegen Kontakt mit dem Landkreis Rastatt aufgenommen. Das Rastatter Landratsamt habe sich bereit erklärt, Interessenten, die sich nicht alternativ an anderen beruflichen Gymnasien beworben haben und auch an den übrigen Wirtschaftsgymnasien im Ortenaukreis in Kehl, Offenburg, Lahr oder Hausach keinen Platz finden, gegebenenfalls im Rahmen des in Bühl oder Rastatt noch bestehenden Platzangebotes aufzunehmen.