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Der Schulentwicklungsplan für die beruflichen Schulen des Ortenaukreises ist erfolgreich umgesetzt. "Die Bildung von Kompetenzzentren für die verschiedenen gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsberufe an unterschiedlichen Standorten hat sich als richtig erwiesen", sagte Landrat Frank Scherer heute vor den Mitgliedern des Kultur- und Bildungsausschusses des Ortenaukreises. Der Kreistag hatte im April 2008 im Schulentwicklungsplan beschlossen, Ausbildungsrichtungen an einzelnen Schulstandorten zu konzentrieren. So entstand etwa in Achern das Zentrum für Gesundheitsberufe, in Wolfach das Zentrum für Holztechnik und Zerspanungsmechaniker, in Kehl eines der Zentren für Kfz-Technik, in Lahr das Ausbildungszentrum für Groß- und Außenhandelskaufleute und in Offenburg das Ausbildungszentrum für Bankkaufleute. "Diese Konzentration war wichtig, um alle Schulstandorte und Schulen im Ortenaukreis erhalten zu können und gleichzeitig die Qualität der angebotenen Ausbildungsgänge zu steigern. Die dezentrale Struktur stärkt insbesondere den ländlichen Raum und die Kompetenzzentren verbessern die überregionale Konkurrenzfähigkeit der Schulen", so Scherer weiter. In den Kompetenzzentren stehen den Schülerinnen und Schülern nun sowohl mehr Fachlehrkräfte – was weniger Unterrichtsausfall bedeutet – als auch besser ausgestattete Werkstätten, Labore und Fachräume zur Verfügung. Ist die Angebotsvielfalt an einer Schule kleiner, kann die Schule bei gleichem Budget mehr Geld für eine hochwertigere Ausstattung der einzelnen Ausbildungsangebote investieren. Zudem können dadurch Klassen gebildet werden, die trotz der demografischen Schülerrückgänge groß genug sind und damit auch langfristig erhalten bleiben können. Dies schafft sowohl für die Schüler als auch für die Betriebe verlässliche Schulstrukturen und Ausbildungsmöglichkeiten. Wenn im letzten Schritt die Fahrzeugtechnik zum auslaufenden Schuljahr komplett von Achern nach Kehl verlagert sein wird, wird der Schulentwicklungsplan vollständig umgesetzt sein. "Wir werden jedoch nicht starr an diesem Plan festhalten", so Sozialdezernent Georg Benz. Die Kultusverwaltung gehe davon aus, dass die Schülerzahlen an den beruflichen Schulen bis 2020 kontinuierlich um weitere 17 Prozent zurückgehen werden. In jeder Klasse ergäbe sich rechnerisch damit ein Schülerrückgang um 0,5 bis 0,7 Schüler pro Jahr. "Demografisch bedingt erwarten wir daher in absehbarer Zeit keine schnellen Auflösungen von ganzen Klassen", wagt Benz einen Blick in die Zukunft. "Aber die Nachfrage nach den einzelnen Ausbildungsangeboten an den jeweiligen Schulstandorten wird sich durch die rückläufigen Schülerzahlen, aber auch durch die wirtschaftliche und technische Entwicklung sowie die von der Landesregierung angekündigten schulpolitischen Reformen immer wieder ändern. Wir werden deshalb die weitere Entwicklung der Schülerzahlen in allen Berufsfeldern permanent beobachten und analysieren. Ein besonderes Augenmerk werden wir dabei auf die 13 von insgesamt 106 Ausbildungsberufen legen, die wir heute noch an mehr als einem Schulstandort anbieten. Sobald an mehreren Schulstandorten Veränderungsbedarf vorliegt, werden wir dem Kultur- und Bildungsausschuss eine möglichst ausgewogene Fortschreibung des Schulentwicklungsplans vorschlagen."