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Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren ist die zunehmend schwierigere, aber nach wie vor lohnende Aufgabe der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA). Dies ist das Fazit eines Berichts der Verwaltung an die Mitglieder des Sozialausschusses am heutigen Dienstag. In der öffentlichen Sitzung des Sozialausschusses präsentierte Amtsleiter Armin Mittelstädt die Arbeit der KOA in den vergangenen Monaten und zeigte aktuelle, bislang nicht veröffentlichte Strukturdaten zur Lage von SGB II-Leistungsempfängern. Das sind Menschen, die schon längere Zeit arbeitslos und auf staatliche Unterstützung nach dem Sozialgesetzbuch II angewiesen sind. Im Januar 2005 übernahm der Ortenaukreis als sogenannte Optionskommune die Betreuung der Langzeitarbeitslosen in Eigenregie. Seit damals kümmerten sich die Mitarbeiter der KOA um insgesamt 59.050 erwerbsfähige Leistungsberechtigte in 28.598 Bedarfsgemeinschaften, das sind in der Regel die Familien der Langzeitarbeitslosen. Jeden Monat werden im Durchschnitt zwischen 300 und 500 Personen neu leistungsberechtigt. Ebenso viele scheiden durchschnittlich aus dem Leistungsbezug aus, weil sie eine Arbeitsstelle gefunden haben oder aus anderen Gründen nicht mehr bedürftig sind. "Etwa ein Viertel davon werden leider innerhalb der ersten drei Monate wieder arbeitslos und damit zu Leistungsempfängern. Das zeigt, wie schwierig eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen ist", so Mittelstädt. Immer mehr Leistungsempfänger seien trotz Erwerbstätigkeit bedürftig. Nahezu jeder Dritte verfüge über Arbeitseinkommen, das aber nicht reiche, um den Lebensunterhalt ohne staatliche Hilfe zu bestreiten. Vor zwei Jahren war dies nur jeder Vierte. Die Zahl derer, die in den letzten 24 Monaten mindestens 21 Monate lang SGB II- Leistungen bezogen haben, sogenannte Langzeitbezieher von Arbeitslosengeld II, sei im vergangenen Jahr um 200 Personen gesunken. "Dies ist ein Erfolg, auch wenn sich die Gesamtzahl der Leistungsbezieher im selben Zeitraum deutlich stärker vermindert hat", so Mittelstädt. "Betrachten wir die Ergebnisse unserer Analyse, wird deutlich, wie schwer es für Betroffene ist, dauerhaft ohne staatliche Unterstützungszahlungen auszukommen. Wir werden unsere Strategien basierend auf diesen Zahlen weiterentwickeln, um Langzeitarbeitslosigkeit auch in Zukunft wirksam zu bekämpfen", bekräftigt Sozialdezernent Georg Benz.