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Handreichung zum übergang Kindertageseinrichtung–Schule veröffentlicht Offenburg, 27. Juni 2012 –Zum neuen Kooperationsjahr 2012/13 haben das Jugendamt und das Staatliche Schulamt zusammen mit Trägern von Kindertageseinrichtungen und Partnern des Bündnisses für Familien die so genannten Ortenauer Qualitätsstandardsals Handreichung herausgegeben. "übergangssituationen erfordern immer die besondere Aufmerksamkeit aller Verantwortlichen", weiß Jugendamtsleiterin Martina Walter. Deshalb wurden die Ortenauer Qualitätsstandards zum übergang Kindertageseinrichtung–Grundschule entwickelt. "Ziel aller Beteiligten ist es, dass der übergang von Kindertageseinrichtung in Schule gut gelingt", betont Gabriele Weinrich, Leiterin des Staatlichen Schulamtes. Die neuen Ortenauer Qualitätsstandards sollen dazu beitragen, die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule zu stärken. Grundlage hierfür ist eine gute Zusammenarbeit von Eltern, Kindertageseinrichtungen und Schulen, so Schulrätin Barbara Kempf. Jedes Jahr werden rund 3.300 Mädchen und Jungen im Ortenaukreis eingeschult. Rund 10 Prozent aller Kinder wurden im letzten Schuljahr zurückgestellt. Die Rückstellungsquote in Baden-Württemberg beträgt 9,1 Prozent. Nach einer Umfrage des Jugendamtes besteht im Ortenaukreis eine uneinheitliche Kooperationspraxis zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. "Die Qualität hängt bisher stark von der Initiative einzelner Personen ab. Teilweise fehlen konstante Ansprechpartner und es gibt keine verbindliche Orientierungshilfe für die Kooperationspraxis", sagt Jugendhilfeplaner Hans-Jürgen Lutz vom Landratsamt. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Kooperation Kindertageseinrichtungen–Schule wurde deshalb eine träger- und professionsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Kooperationsbeauftragte der Schulen setzten sich mit Leiterinnen, Fachberatern und Trägervertretern zusammen. Im Mai 2012 hat der Jugendhilfeausschuss den Städten und Gemeinden sowie kirchlichen Trägern empfohlen, diese Qualitätsstandards einzuführen, die den Kindergartenkindern den übergang in die Grundschule erleichtern. Zum neuen Kooperationsjahr 2012/2013 erhalten nun alle 260 Kindertageseinrichtungen und 117 Grundschulen eine "Handreichung zum übergang Kindertageseinrichtung–Grundschule". Diese Handreichung bietet für Fachkräfte einen Orientierungsrahmen, um die Kooperationspraxis weiterzuentwickeln. Als Qualitätsstandard ist formuliert, dass die Kooperationspartner die Eltern gemeinsam begleiten, partnerschaftlich zusammenarbeiten und ein gemeinsames Verständnis eines gelingenden übergangs haben.Prüfkriterien, was unter einer gelingenden Kooperation zu verstehen ist, sind z. B. dass Elterngespräche bei fraglicher Schulfähigkeit eines Kindes gemeinsam geführt werden und die Kooperationspartner auf der Grundlage eines regelmäßig zu aktualisierenden Kooperationsplanes zusammenarbeiten. Den Trägern wird empfohlen, eine Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen, um die Zusammenarbeit verbindlich zu regeln. Die Gemeinden können die erforderlichen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, sagt Renchens Bürgermeister Bernd Siefermann, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender des Gemeindetages Baden-Württemberg. Hierzu empfiehlt der Jugendhilfeausschuss eine konstante, erfahrene Kooperationskraft zu Beginn des Kooperationsjahres zu benennen und mindestens ein Zeitbudget von 1,5 Stunden pro Woche für ca. 20 angemeldete Schulanfänger zur Verfügung zu stellen. Eberhard Roth (Evang. Kindergartenträger) und Walter Gutmann (Kath. Träger) unterstützen die Umsetzung in ihren Einrichtungen. "Damit haben wir im Ortenaukreis", so Roth, "einen verbindlichen Orientierungsrahmen für unsere Fachkräfte und Eltern." Durch einen breiten Beteiligungsprozess von konfessionellen Trägern seien gute Voraussetzungen geschaffen worden, damit die Umsetzung der neuen Qualitätsstandards vor Ort gelinge, ergänzt Gutmann, Weitere Informationen:www.bff-ok.de