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Das Landratsamt Ortenaukreis führt derzeit die anspruchsvolle Altlastensanierung einer ehemaligen Militärtankstelle im Ostbereich des Lahrer Flughafenareals in enger Abstimmung mit der Stadt Lahr und der startkLahr/IGZ Raum Lahr GmbH durch. Wie der Erste Landesbeamte des Ortenaukreises Dr. Nikolas Stoermer betont, sei die bislang bereits praktizierte gute und enge Zusammenarbeit mit der Stadt Lahr und der startkLahr/IGZ Raum Lahr GmbH außerordentlich wichtig für einen reibungslosen Verfahrensablauf. "Nach erfolgtem Aushub der oberen Bodenbereiche in 2011 hat jetzt mit der so genannten In-Situ-Sanierung, einem Verfahren, bei denen die Sanierung des Bodens vor Ort ohne Aushub des Materials erfolgt, begonnen", gibt Uwe Mangold vom Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz bekannt. Dieser Sanierungsabschnitt wird voraussichtlich in rund zwei Jahren mit anschließend dreijähriger Kontrollphase abgeschlossen sein und verläuft nach außen hin unspektakulär im Grundwasser. Die Gesamtkosten für die Altlastensanierung dieser Fläche belaufen sich auf ca. drei Millionen Euro. Der Schadensbereich liegt östlich der Halle B22 an der Rainer-Haungs-Straße und ist auf die frühere Nutzung als Militärtankstelle mit unterirdischer Treibstofflagerung und der Durchführung von Panzerwartungen zurückzuführen. Dabei gelangten offensichtlich erhebliche Mengen an Diesel und Superbenzin in den Untergrund. Zwischen Juni und Dezember 2011 wurden auf einer Fläche von etwa 7.000 Quadratmetern rund 25.000 Kubikmeter belastetes Erdreich bis in eine Tiefe von vier bis fünf Metern ausgebaggert und entsorgt. "Auch die unterirdischen Tanks wurden geborgen und verschrottet. Auf der freigelegten Grundwasseroberfläche sammelte sich auf mehreren hundert Quadratmetern Treibstoff fast in Reinform, welches abgesaugt und ebenfalls entsorgt wurde. Danach erfolgte die Wiederverfüllung mit unbedenklichem Bodenmaterial und die Wiederherstellung der Oberflächen als Verkehrsflächen", berichtet Mangold (siehe Foto 1). Die Sanierungsinfrastruktur für die In-Situ-Sanierung wurde anschließend fertiggestellt. Es wurden Sanierungsbrunnen und -lanzen sowie Grundwassermessstellen errichtet, Leitungen verlegt und letzte Detailarbeiten an der Wasseraufbereitungsanlage ausgeführt. Abschließend wurde ein Probebetrieb der Gesamtanlage gefahren, um nachzuweisen, dass die Sanierungsanlage die strengen hydraulischen Anforderungen der unteren Wasserbehörde erfüllt und auch sicher gewährleistet ist, dass die Wasseraufbereitung einwandfrei funktioniert. "Die jetzt angelaufene Sanierungsphase umfasst den tieferen Bereich der grundwassererfüllten Bodenzone, die bis in rund 25 Meter Tiefe reicht und die mit der vorangegangenen Aushubmaßnahme nicht erreicht werden konnte", weiß Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft beim Landratsamt Ortenaukreis. über eine Vielzahl von Gasinjektionslanzen wird das Grundwasser in verschiedenen Tiefen mit Sauerstoff angereichert, sodass die im Untergrund bereits vorhandenen Mikroorganismen ein ideales Milieu zur Verfügung gestellt bekommen, um die vorhandenen Schadstoffe abzubauen. Die Wirksamkeit dieser Technologie wurde in einem Testfeld am Standort im Rahmen eines mehrmonatigen Vorversuchs bestätigt. "Es ist danach davon auszugehen, dass der Abbau der Schadstoffe im Untergrund derart effizient abläuft, dass eine hydraulische Sicherung des Grundwassers lediglich als Sicherheitsstufe vorgehalten werden muss", so Vetter. Die begleitende Analytik der vorgeschalteten Aushubphase hat gezeigt, dass ein sehr großer Teil des Schadstoffpotenzials bereits entfernt werden konnte. Es ist davon auszugehen, dass mit der In-Situ-Maßnahme in absehbarer Zeit die tieferen Schadensbereiche im Grundwasser ebenfalls saniert sind. Während der laufenden laufenden Maßnahme kann der Bereich nahezu uneingeschränkt als Verkehrsfläche genutzt werden (siehe Foto 2). Auftraggeber für die Sanierung ist das Landratsamt Ortenaukreis. Die verursachenden Streitkräfte der Staaten Kanada und Frankreich tragen dabei 75 Prozent und die Bundesrepublik Deutschland 25 Prozent der Kosten.