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Vorstände und Mitglieder zeigten sich zufrieden mit der bisherigen Arbeit der Geschäftsstelle und stellten die Weichen für die künftige Arbeit des VereinsDer Vorstand des Landschaftserhaltungsverbands Ortenaukreis (LEV) hat in seiner Sitzung vor einer Woche in Biberach den Mitgliedsanträgen der Großen Kreisstadt Oberkirch und der Jägervereinigung Kehl-Achern zugestimmt. Der Verband zählt ab dem 1. Juli 2012 insgesamt 26 Mitglieder, darunter 14 Gemeinden. "Wir begrüßen diese Neuzugänge sehr", freute sich Edwin Dreher, der die Sitzung in Vertretung des Vorsitzenden, Landrat Frank Scherer, leitete. "Das Interesse an den Dienstleistungen des Vereins wächst zusehends." Die Vorstände zeigten sich ebenso zufrieden mit der Arbeit der Geschäftsstelle wie die anschließend tagenden Mitglieder. Sie beschlossen die Schwerpunkte der Vereinsarbeit für dieses Jahr. "Der Verein kann seine Aufgaben nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und den Partnern aus Naturschutz und Landwirtschaft bewältigen", betonte Regina Ostermann, Geschäftsführerin des Vereins. Die kommunalen und nichtkommunalen Mitglieder bilden eine Solidargemeinschaft zur Erhaltung und Entwicklung der Ortenauer Kulturlandschaft. Sie lenken und finanzieren die Geschäftsstelle des Vereins auch gemeinsam. Für die Umsetzung der Ziele steht ein jährliches Budget von 15.000 Euro zur Verfügung. Der Landkreis unterstützt den unabhängigen Verein großzügig durch Sachmittel und Dienstleistungen, die sich seit September auf über 7000 Euro aufaddieren. Besonders gefragt ist das Know-How des LEV zur finanziellen Förderung von Weidezäunen. Die Steillagen in den Schwarzwaldtälern sind heute nur noch mit Nutztieren rentabel zu bewirtschaften. Die notwendigen Investitionen sind von einzelnen Landwirten kaum zu stemmen. Der LEV wird als Erstprojekt mit der Stadt Gengenbach und interessierten Landbewirtschaftern eine Gemeinschaftsförderung auf den Weg bringen. Der LEV arbeitet gemeindeübergreifend auch daran, die Voraussetzungen für die finanzielle Förderung von Umweltschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen zu verbessern. Die Geschäftsstelle berät, begleitet und vernetzt die Mitgliedsgemeinden, die sogenannte Mindestflur- oder Biotopvernetzungskonzeptionen erstellen wollen. Diese Konzepte halten die gewünschten Flächenentwicklungen fest und eröffnen eine weitere Möglichkeit für Landwirte, für ihre Landschaftspflegearbeit finanzielle Unterstützung zu erhalten. Immer häufiger melden sich bei der Geschäftsstelle Landwirte, die Weideflächen und -tiere oder gar ganze Höfe suchen. "Diese Aufgabe als Börse hatten wir bisher noch nicht in unserem Portfolio. Wir werden aber eine praxistaugliche Langzeitlösung anbieten", erläuterte Anne-Marie Jarry, stellvertretende Geschäftsführerin. Getreu dem Motto der erlebnisorientierten Landschaftspflege und in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern aus Naturschutz und Landwirtschaft organisiert der LEV auch im zweiten Halbjahr 2012 wieder Landschaftspflege- und Umweltbildungsprojekte, beispielsweise den Zweiten Ortenauer Landschaftspflegetag im November in Hornberg. Der LEV wird zukünftig seine Aktivitäten im Raum Haslach verstärken, da dort die Aufstellung des sogenannten Managementplans ansteht. Dieser setzt Maßnahmen für die Erhaltung der Lebensräume von gefährdeten Tieren und Pflanzen fest, die in Zusammenarbeit mit den Eigentümern, den Landbewirtschaftern und den zuständigen Behörden umgesetzt werden sollen.