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Nach den Sommerferien beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt. Sie machen eine Ausbildung, besuchen eine Berufsschule oder qualifizieren sich nach einer erfolgten Berufsausbildung weiter. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) will ihnen die Möglichkeit geben, unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung oder Fortbildung zu absolvieren, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht und sie beruflich weiterbringt. Vielleicht lohnt es sich also, zu prüfen, ob ein Anspruch auf Förderung durch das sogenannte BAföG besteht. Das Landratsamt Ortenaukreis informiert in einer Pressemitteilung über eine mögliche BAföG-Berechtigung: Absolventen von Berufsfachschulen und Fachschulklassen können BAföG erhalten, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Ausbildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss erreichen. Beispiele sind die Ausbildungen zum/zur Physiotherapeuten/in, Erzieher/in, Jugend- und Heimerzieher/in und medizinisch-technischen Assistenten/in. Schüler des zweiten Bildungswegs sind antragsberechtigt, die das Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife oder die Berufsaufbauschule in Offenburg oder Lahr besuchen. Sie haben in der Regel schon eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung und können unter Umständen eine Förderung unabhängig von der Finanzsituation der Eltern erhalten. Antragsberechtigt sind auch Fachschüler, deren Ausbildung eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, etwa zukünftige Techniker und Meister. Diese Gruppe kann auch im sogenannten Meister-BAföG gefördert werden. Hier ist zwar der Förderungsbetrag höher, er wird aber anteilig als Darlehen gewährt. Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die sich in Vollzeit, neben ihrem Beruf oder im Fernunterricht fortbilden, können Aufstiegsfortbildungsförderung (AFBG) beantragen. Bei berufsbegleitenden Maßnahmen sind Zuschüsse zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren möglich, bei Vollzeitfortbildungen können auch Unterhaltsbeiträge für den Antragsteller und Familienangehörige gewährt werden. Auch diese setzen sich aus Zuschuss- und Darlehensanteilen zusammen. Selbst der Besuch von Realschulen und Gymnasien ab Klasse 10 ist förderfähig, wenn der ledige Schüler in einer eigenen Wohnung lebt, weil er von der Elternwohnung zur nächsten Realschule oder zum nächsten Gymnasium eine tägliche Wegzeit von mindestens zwei Stunden zurückzulegen hätte. Auch Studierende an Hochschulen, Höheren Fachschulen und Akademien können bei ihrem zuständigen Studentenwerk BAföG beantragen. Ausgangspunkt für die Höhe der Förderung ist der jeweils maßgebliche Bedarfssatz nach dem BAföG. Hiervon wird das anzurechnende eigene Einkommen und Vermögen der Auszubildenden - die Vermögensfreigrenze beträgt 5.200 Euro - sowie das anzurechnende Einkommen ihrer etwaigen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner und ihrer Eltern - in dieser Reihenfolge - in Abzug gebracht (familienabhängige Förderung). Nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen bleibt das Einkommen der Eltern außer Betracht. Die BAföG-Anträge sollten etwa zwei Monate vor Schulbeginn beim Amt für Ausbildungsförderung des Landratsamtes Ortenaukreis eingereicht werden. Die für die Entscheidung notwendige Schulbescheinigung kann der Antragsteller auch nach Schulbeginn vorlegen. Das Amt für Ausbildungsförderung entscheidet pro Jahr über etwa 1.000 BAföG- und 700 Meister-BAföG-Anträge. Die Antragsteller können ihre Anträge täglich von 8.30 bis 12 Uhr und am Donnerstagnachmittag von 13 bis 18 Uhr ohne vorherige Terminabsprache beim Amt für Ausbildungsförderung des Ortenaukreises, Badstraße 20, in Offenburg abgeben und mit den Mitarbeiterinnen besprechen. Weitere Informationen und Antragsvordrucke gibt es im Internet unter und oder beim Landratsamt Ortenaukreis, Gisela Krieg, , Tel 0781 805 9964.