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Landrat Frank Scherer betonte eingangs der heutigen Sitzung des Krankenhausausschuss das gemeinsame Ziel der Bürger, des Kreistags und der Verwaltung: Die Sicherung aller Krankenhausstandorte im Ortenaukreis!Das Gremium präsentierte anschließend einen interfraktionellen Beschlussvorschlag, um die Zukunft der geburtshilflichen Abteilungen des Ortenau-Klinikums im nördlichen Ortenaukreis zu sichern. In dem Acht-Punkte-Plan wird dem Kreistag die Schließung der geburtshilflichen Abteilung in Kehl zum 31. Dezember 2012 empfohlen. Der Standort Achern soll geburtshilfliches Zentrum des nördlichen Ortenaukreises werden. Das Dokument basiert auf einem Kompromissvorschlag unter der Federführung von Kehls Oberbürgermeister Günther Petry und Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, die diesen in Abstimmung mit der Verwaltung des Ortenaukreises erarbeiteten und der mit klarer Mehrheit aller Fraktionen mitgetragen wurde."Nachdem wir lange und ausführlich über den Weg zu unserem Ziel diskutiert haben, bin ich froh darüber, dass nun alle Fraktionen diesen gemeinsamen Weg gehen wollen, den ich für gangbar halte", sagte Landrat Scherer. Der Acht-Punkte-Beschluss im Einzelnen: 1. Die Geburtshilfe Kehl wird zum 31.12. 2012 geschlossen. 2. Die Geburtshilfe Oberkirch wird geschlossen, wenn das derzeit betriebene Belegarztmodell nicht mehr weitergeführt werden kann. 3. Der Standort Achern soll zum geburtshilflichen Zentrum des nördlichen Ortenaukreises entwickelt werden. 4. Die gynäkologische Abteilung in Oberkirch wird geschlossen. 5. Die Gynäkologie in Kehl wird zum gynäkologischen (urogenitalen) Schwerpunkt im nördlichen Ortenaukreis entwickelt. Dazu bleibt die bisherige gynäkologische Personalstruktur im Kehler Krankenhaus bis auf weiteres erhalten und es wird zusätzlich die Möglichkeit vorgesehen, urologische Operationen im Krankenhaus durchzuführen. 6. Das Kehler Krankenhaus wird weiterhin dadurch gestärkt, dass mehr Operationen von niedergelassenen Orthopäden und eine Erweiterung der Schwerpunkte in der chirurgischen Abteilung (Proktologie) möglich gemacht werden sollen. 7. Der Kreistag stellt fest, dass eine wesentliche und dauerhafte Subventionierung des Ortenauklinikums aus dem Kreishaushalt nicht geleistet werden kann. 8. Die Verwaltung wird auf der Basis der Ziffer 7 im Laufe dieses Jahres ein Konzept zur Fortschreibung der Krankenhausstrukturen im Ortenaukreis in den nächsten Jahren erarbeiten und unter Hilfe externer Gutachter es dem Kreistag als Fahrplan für weitere unvermeidliche Anpassungen des Ortenauklinikums an die Gesundheitspolitik vorlegen. Der Kreistag des Ortenaukreises entscheidet am Dienstag, 24. Juli, um 14 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamts in Offenburg. Die Sitzung ist öffentlich.