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Landrat Frank Scherer begrüßte am vergangenen Freitag rund 80 neu eingebürgerte Deutsche und ihre Angehörigen im Großen Sitzungssaal des Landratsamts, die gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Kultur ihre Einbürgerung feierten. "Es ist schön, in so viele neue Gesichter zu sehen, die einerseits die vielversprechende Vielfalt der Menschheit widerspiegeln und die andererseits eines eint: Sie haben in Deutschland eine gemeinsame Heimat und bekennen sich zu dieser Heimat", sagte Scherer und gratulierte den neueingebürgerten Ortenauerinnen und Ortenauer zur deutschen Staatsbürgerschaft.Die Einbürgerungsfeier fand im im Rahmen des Landesjubiläums Baden-Württemberg statt. Bilkay öney, Landesministerin für Integration, hielt ein Grußwort. Sie verdeutlichte, warum Baden-Württemberg sich über seine Neubürgerinnen und Neubürger freut: "Wir brauchen unsere Neubürgerinnen und Neubürger, weil wir sonst nicht das dynamische, vielfältige Land in der Mitte Europas wären, das wir heute sind. Die deutsche Staatsangehörigkeit ist Voraussetzung für die vollen politischen Teilhaberechte. Es ist deshalb im Interesse unserer demokratischen Gesellschaft, dass Menschen mit Migrationshintergrund von der Möglichkeit ihrer Einbürgerung tatsächlich Gebrauch machen und Verantwortung für unser Land übernehmen."Landrat Scherer ermutigte die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, sich in die Gestaltung der Gesellschaft aktiv einzubringen und die neuen staatsbürgerlichen Rechte zu nutzen. Gleichzeitig betonte Scherer, dass niemand die Traditionen des Herkunftslandes aufgeben müsse. "Kulturelle Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft", so der Landrat. Eine Gesprächsrunde unter der überschrift "60 Jahre Zuwanderung nach Baden-Württemberg", die von Michael Seidl vom Südwestrundfunk moderiert wurde, diskutierte die unterschiedlichen Erfahrungen auf dem Weg zur Integration. Teil daran nahmen Hilda Beck (Sozialberatung für Spätaussiedler, Stadt Lahr), Toni Vetrano (Bürgermeister Durbach), Ali Mustafa (McDonalds-Mitarbeiter) und Fernando Jefferson Gonzalez Angulo (Beton- und Stahlbauer; Fa. Ritter, Schutterwald) Von den 418 Einbürgerungsanträgen, die zwischen Januar 2011 und Juni 2012 beim Landratsamt Ortenaukreis eingegangen waren, wurden 332 Anträge bewilligt. Die Eingebürgerten stammen aus der Türkei, dem Irak, der ehemaligen Sowjetunion und zunehmend aus den Ländern der Europäischen Union. Gesellschaftlich bilden sie einen Querschnitt aus Facharbeitern, Akademikern und Selbstständigen.Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der "Soul Academy Willstätt" und der Offenburger Sängerin Ornella de Santis.