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Veterinäramt rät: Verendete oder kranke Wildtiere nicht berühren! Bei einem kürzlich im südlichen Ortenaukreis tot aufgefundenen Feldhasen wurde Tularämie, die so genannte "Hasenpest", festgestellt. Tularämie ist eine sporadisch auftretende bakterielle Erkrankung vorrangig der Nagetiere, die sich auch auf andere Wildtiere und auf Hunde und Katzen übertragen kann. Das Veterinäramt des Ortenaukreises rät zur Vorsicht beim Umgang mit Wildtieren. "Der Erreger kann bei den befallenen Tieren schwere Erkrankungen verursachen, die meist tödlich verlaufen", informiert Dr. Elke Zimmermann, stellvertretende Veterinäramtsleiterin. Bei direktem Kontakt mit infizierten Tieren kann die Krankheit auch auf den Menschen übertragen werden. Mögliche Symptome sind Fieber und Muskelschmerzen, auch Lymphknotenschwellungen, Lungenentzündung und bei Befall des Magen-Darm-Trakts Bauchschmerzen und Durchfall. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, lässt sie sich gut behandeln. Eine übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Gefährdet sind insbesondere Jäger, wenn sie die Tiere ohne Schutzhandschuhe anfassen oder beim Zerlegen erregerhaltige Schwebstoffe einatmen. Die Jägerschaft wurde in der Vergangenheit vom Veterinäramt bereits auf die typischen Erkennungszeichen der Tularämie, die Gefahren und Schutzmaßnahmen hingewiesen. Spaziergänger, die kranke oder tote Wildtiere auffinden, sollten sie keinesfalls anfassen. Vielmehr bittet das Veterinäramt darum, den Jagdrevierleiter über die örtliche Polizeibehörde zu informieren. Hundehalter sollten ihre Tiere daran hindern, Kontakt mit den Wildtieren zu bekommen. An Tularämie erkrankte Tiere zeigen oft reduziertes oder fehlendes Fluchtverhalten. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Tularämie bei Tieren vorkommt", so Zimmermann. "Sie tritt, wenn auch nicht häufig, immer wieder auf. Die Krankheit breitet sich jedoch nicht flächenmäßig aus, wie man es von Seuchen her kennt", gibt Zimmermann Entwarnung. 2010 gab es mehrere Fälle in den Landkreisen Heilbronn, Ludwigsburg, im Rems-Murr-Kreis und im Main-Tauber-Kreis. Ende 2009 wurde der Erreger bei einem Feldhasen im Ortenaukreis nachgewiesen.