Hilfsnavigation

  • Tulpen
  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Kulinarische Ortenau.
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
Zur Abfallvermeidung und zum bewussten Umgang mit Plastikmüll ruft der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis anlässlich der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung auf - denn Kunststoffe bedrohen die Tierwelt und verunreinigen die Meere. Wie leicht sich im Alltag Müll vermeiden lässt, verraten die Tipps der Abfallberater. "Abfall vermeiden fängt schon beim Einkauf ein", so Abfallberater Hanspeter Püschel. Statt sich im Geschäft eine Plastiktüte geben zu lassen, rät er zum Einkaufskorb oder zur Baumwolltasche. Wer diese vergisst, sollte "Einkaufstüten zumindest mehrfach verwenden", empfiehlt Püschel. Ebenso gehöre die klassische Vesperbox in den Schulranzen und die Arbeitstasche. Und schließlich sollten die Kunststoffabfälle aus dem Haushalt nur über die Sammelsysteme Gelber Sack, Graue Tonne oder CD/DVD-Sammlung entsorgt werden. "Auf keinen Fall darf Müll in die Landschaft geworfen werden", betont der Abfallberater.Laut der Wochenzeitung DIE ZEIT werden weltweit jährlich über 250 Millionen Tonnen Kunststoffe aller Art hergestellt – Tendenz steigend. Bisher werde in Europa nur rund ein Fünftel recycelt. Ein Teil der produzierten und nicht ordnungsgemäß entsorgten Kunststoffe landen am Ende in den Weltmeeren - mit verheerenden Folgen, vor allem für die Tierwelt.Um die Konsequenzen des überbordenden Plastikmülls aufzuzeigen, verweist Püschel auf eine Studie, die das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) jüngst veröffentlichte. Danach treiben im Pazifik mehrere Millionen Tonnen Kunststoffmüll in einem so genannten Müllstrudel. In diesem Strudel befinden sich bis zu 18.000 Kunststoffteile auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche. Die Größe dieses Müllstrudels entspricht in etwa zweimal der Größe der Bundesrepublik Deutschland, knapp 700.000 Quadratkilometer. Jedes Jahr tötet dieser Müll Hunderttausende von Meerestieren.Große Planktonfresser können zerfallene Plastikteile nicht von den eigentlichen Nahrungspartikeln, dem Plankton, unterscheiden oder trennen. Die Konsequenz: sie verhungern dann bei "vollem Magen". So finden sich etwa in Mägen verendeter Albatrosse regelmäßig Plastik-Feuerzeuge. Netze, Schnüre und Plastiktüten sind Fallen mit oft tödlichem Ausgang für eine ganze Reihe von Tieren - nicht nur im Meer, auch an Land.