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Bürgerschaftliches Engagement im Ortenaukreis soll zukünftig über eine Vernetzungsstelle sowie ein kreisweites Ehrenamtsportal koordiniert werden. Der Sozialausschuss des Ortenaukreises hat in seiner heutigen Sitzung dem Kreistag empfohlen, deren Einrichtung zuzustimmen."Bürgerschaftliches Engagement gewinnt angesichts der Herausforderungen des fortschreitenden demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung. Vorhandenes Potenzial gilt es verstärkt zu nutzen und weiter zu entwickeln", sagte Georg Benz, Sozialdezernent im Landratsamt Ortenaukreis.In Zukunft werden immer mehr alte Menschen auf Unterstützung, Pflege und Begleitung angewiesen sein. Diesem Bedarf stehen weder ausreichend Fachkräfte noch finanzielle Mittel gegenüber. Insbesondere für den ländlichen Raum und die kleineren Gemeinden prognostiziert die Kreisverwaltung Versorgungsprobleme. Auf Kreisebene angesiedelte Stellen wie Pflegestützpunkt und Altenhilfeplanung erarbeiten bereits jetzt gemeinsam mit den Gemeinden neue Konzepte und Projektideen und binden aktive ältere Menschen, die sich zunehmend ehrenamtlich engagieren, mit ein. Ehrenamtliche engagieren sich nicht nur in der Versorgung und Erhaltung der Lebensqualität älterer Menschen, sondern auch in der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und in der Einbeziehung von Menschen mit Behinderung.Die Bedarfe müssten an zentraler Stelle gebündelt, das ehrenamtliche Engagement strukturiert und systematisiert werden, so Benz weiter. Vorhandene Initiativen könnten von dort fachlich und organisatorisch unterstützt und neue Aktivitäten angeregt werden. Eine hauptamtliche Fachkraft übernehme außerdem die Aufgabe, die Ehrenamtlichen zu begleiten und zu beraten. Die zunächst für zwei Jahre neu einzurichtende Vernetzungsstelle biete den ehrenamtlich Engagierten zudem die Möglichkeit, sich auszutauschen und fortzubilden. Sie könne optimal an die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Landratsamt angegliedert werden, da dort das Personal schon über Erfahrungen mit vergleichbaren Aufgaben verfüge."Gerade in unserem großen Flächenlandkreis kann eine zentrale Einrichtung im Landratsamt Ortenaukreis als Bindeglied zwischen den zahlreichen Fachstellen, Verbänden und Ehrenamtlichen in den Gemeinden fungieren und entstehende Synergien nutzbar machen. Zudem kann sie als Mitglied des "Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement" landesweite Projekte aufgreifen und Fördermöglichkeiten ausloten", erläuterte der Sozialdezernent.Darüber hinaus soll über eine Internetplattform für ehrenamtliches Engagement geworben und auf mögliche Einsätze hingewiesen werden.Der Ortenaukreis rechnet mit jährlichen Personal- und Sachkosten in Höhe von 50.000 Euro für die Vernetzungsstelle. Für die Einrichtung eines kreisweiten Ehrenamtsportals geht die Verwaltung einmalig von einer Investition von 5.000 Euro aus. Die Weiterführung der Vernetzungsstelle soll Ende 2014 überprüft werden. Die Idee, bürgerschaftliches Engagement auf diese Weise zu fördern, ging aus einem Workshop des Projekts "Soziales Miteinander" des Unterausschusses Gesamtstrategie Ländlicher Raum hervor, an dem sich rund 40 Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen sozialen Engagements beteiligt hatten. Die Gesamtstrategie Ländlicher Raum hatte der Kreistag auf Initiative von Landrat Frank Scherer am 30. März 2010 beschlossen.