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"Keine Angst, ich frage Sie nicht ab", so begrüßte Scherer mit einem Schmunzeln die TG-Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse, mit denen er sich im Rahmen seines Schulbesuchs für eine Gemeinschaftskundestunde verabredet hatte. Und dass der Schulbesuch an der "Gewerblichen" in Lahr zugleich auch ein kleiner Ausflug in Scherers einstigen Wunschberuf Lehrer war, erfuhren die 25 Schüler des Profils Gestaltungs- und Medientechnik gleich auch noch. "Ich wäre gerne Lehrer geworden, doch die Berufsaussichten waren nicht gut und so habe ich mich für Jura entschieden", verriet Frank Scherer. Die Aufgaben des Landratsamts, Kreispolitik, Medien als vierte Macht, die zunehmende Politikverdrossenheit oder auch ein Systemvergleich zwischen Bundesrepublik und USA, die Gemeinschaftskunde-Stunde mit dem Landrat war facettenreich und kurzweilig. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, fragten intensiv nach und diskutierten eifrig. "Habe ich die Lehrprobe bestanden?", fragte Frank Scherer nach der Stunde in Richtung des Schulleiters Bernd Wiedmann. Aber klar. Und seitens der Schülerinnen und Schüler gab’s sogar Applaus für den Landrat.Die nächste Station auf dem Rundgang durch die Gewerbliche Schule Lahr war die Druckwerkstatt, wo Fachlehrer Matthias Wenzel und die Auszubildenden im ersten Lehrjahr warteten, um ein eigens für den Landrat ausgesuchtes Motiv zu drucken. "Von so einem Ford Mustang träume ich schon lange", meinte der Landrat begeistert. Gemeinsam mit den Schülern prüfte er unter den strengen Augen von Matthias Wenzel die Qualität des Ausdrucks.In der Metallwerkstatt stellten Fachlehrer Markus Pfaff und Otmar Walter den 3D-Plotter vor, mit dem sich aus einer CAD-Zeichnung in kürzester Zeit ein dreidimensionales Objekt herstellen lässt. "Dieses Gerät setzen wir vor allem in der Technikerausbildung ein", erklärten die Lehrer.Schließlich konnte Scherer in den Kfz-Werkstätten miterleben, wie moderner Kfz-Unterricht abläuft. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten eigenständig in Teams und waren gerade eifrig dabei, an verschiedenen Fahrzeugtypen Fehler zu finden. Sie diskutierten intensiv über ihre Messergebnisse, fragten Klassenkameraden um Rat und starteten schließlich einen neuen Testlauf. Derweil erklärten die Fachlehrer Johannes Stocker, Günter Ackermann und Ralf Benz dem Landrat die umfangreiche Ausstattung der Kfz-Abteilung. Dank dem Engagement der Kollegen und dem Entgegenkommen der großen Automobilkonzerne können die GSL-Schülerinnen und –Schüler an neuesten Modellen arbeiten. Heute hatten sie für die Fehlersuche einen Porsche 911, einen Mercedes CLS und einen Toyota Prius mit Hybridantrieb für ihre Klasse vorbereitet.Am Ende des rund zweistündigen Besuchs zeigte sich Frank Scherer beeindruckt von der Arbeit an der Schule. "Sie haben sehr engagierte und motivierte Kolleginnen und Kollegen", so der Landrat zu Schulleiter Bernd Wiedmann. Und zum Abschied gab’s noch einen Ford Mustang für Frank Scherer. Zwar keinen echten, aber einen in perfekter Druckqualität. Und auch noch liebevoll gerahmt.Die Gewerbliche Schule Lahr ist mit aktuell insgesamt 1.227 Schülern (702 Teilzeitschüler/Auszubildende und 525 Vollzeitschüler), die in 57 Klassen von rund 90 Lehrkräften unterrichtet werden, die zweitgrößte gewerbliche Schule im Ortenaukreis. Das Technische Gymnasium besuchen 122 Schüler. Die diversen Fachschulangebote für die Weiterbildung zum Techniker oder Meister nutzen insgesamt 118 Schüler. Die Gewerbliche Schule Lahr ist Kompetenzzentrum für die Ausbildungssparten Elektrotechnik, Körperpflege (Friseure), Metalltechnik, und (für die gesamte Ortenau) Drucktechnik und Kfz-Technik in Form des dreijährigen dualen Berufskollegs.