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Schülerinnen und Schüler in Krisensituationen sollen auch weiterhin die Möglichkeit haben, vorübergehend die Trainingsklasse MOBILE zu besuchen. Der Jugendhilfeausschuss des Ortenaukreises hat sich heute dafür ausgesprochen, über die Fortführung des erfolgreichen Modellprojekts ab dem Schuljahr 2013/14 mit den Kooperationspartnern zu verhandeln. "MOBILE hat sich als nachhaltiges Instrument erwiesen, um Schülerinnen und Schüler mit stark herausforderndem Verhalten kurzfristig aus ihrer Klasse herauszunehmen. Das frühzeitige Intervenieren erlaubt, sie schnell wieder in die Regelschule zurückzuführen", sagte Georg Benz, Sozial- und Jugenddezernent im Landratsamt Ortenaukreis. "Ich freue mich, dass auch die Ausschussmitglieder sich von den Ergebnissen des Projekts überzeugt haben und MOBILE weiterhin unterstützen wollen. Diese Form der Schulsozialarbeit wird insbesondere den Gegebenheiten des ländlichen Raums gerecht."Die Trainingsklasse ging zum Schuljahr 2010/11 in Grafenhausen an den Start. Seither haben 18 Kinder und Jugendliche an der Trainingsklasse teilgenommen, 16 konnten danach wieder die reguläre Schule besuchen. Während einer sechswöchigen bis einjährigen Auszeit erhalten die jungen Menschen einen modifizierten Unterricht und werden von Lehrern und sozialpädagogischen Fachkräften unter Einbeziehung der Eltern betreut. Der Kommunale Soziale Dienst des Landratsamts Ortenaukreis arbeitet in der Umsetzung eng mit den Schulen zusammen. MOBILE erlaubt, dass die Betroffenen an ihrem Wohnort und in ihrer sozialen Umgebung bleiben können. Darüber hinaus fällt der Kostenaufwand deutlich geringer als für einen Tagesgruppenplatz aus. Mobile richtet sich an Schüler der Klassen 3 bis 7 von Grund-, Haupt-, Werkreal- und Realschulen.Für das Projekt MOBILE kooperieren Schulen aus Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Mahlberg, Ringsheim und Rust mit dem Jugendamt des Ortenaukreises, den Schulträgern sowie dem Staatlichen Schulamt. Bisher haben sowohl der Ortenaukreis als auch die beteiligten Gemeinden jeweils eine halbe Stelle einer sozialpädagogischen Fachkraft finanziert, das Schulamt und die Schulen die notwendigen Lehrer bereitgestellt. Für die dreijährige Laufzeit hat der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg das Modellvorhaben mit 42.000 Euro bezuschusst.