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"Pflegeeinrichtungen auf dem Weg in die Zukunft", unter diesem Motto trafen sich kürzlich rund 100 Vertreter von Einrichtungen aus der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege des Ortenaukreises. Im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes widmeten sich mehrere Referenten dem drohenden Fachkräftemangel in der Pflege und dem demografischen Wandel, der als zunehmendes Problem für Arbeitsmarkt und Infrastrukturen erkannt wird.Sozialdezernent Georg Benz wies auf die wachsende Bedeutung des Themas hin: "Der Fachkräftemangel in der Pflege ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dem sich nicht nur Bund und Land annehmen müssen, auch die Kreise und Kommunen vor Ort vor allem auch die Einrichtungen selbst sind gefordert. Alle verantwortlichen Kräfte sollten hierbei perspektivisch agieren und nicht erst in Jahren reagieren."Eine Hochrechnung des Statistischen Landesamtes geht davon aus, dass bei einem gleichbleibenden Pflegerisiko der einzelnen Altersjahre sich die Zahl der Pflegebedürftigen von rund 246.038 im Jahre 2009 auf rund 352.000 im Jahre 2030 in Baden-Württemberg steigern wird (Anstieg 43 Prozent). Bis zum Jahr 2050 wird sogar mit einem Anstieg von 91 Prozent, was ca. 470.000 Pflegebedürftigen entspräche. Bezogen auf den Ortenaukreis prognostiziert das Statistische Landesamt bis 2031 eine Zunahme der Pflegebedürftigen um 5.069 Personen, auf insgesamt 14.988 Personen. Dies bedeutet, dass bis dahin zusätzlich 2.000 Pflegekräfte benötigt werden. Prof. Dr. Holger Buxel (Dienstleistungs- und Produktmarketing an der Fachhochschule Münster) stellte eine aktuelle Studie vor, die sich der Personalgewinnung und -bindung in den kommenden Jahren im Pflegebereich widmete und für das Symposium einen geeigneten inhaltlichen Rahmen bot. Neben der Erkenntnis, dass es am Arbeitsmarkt schon bald "einen Kampf um die Talente" geben wird, bestand die zentrale Aussage in einem Appell an die Pflegeeinrichtungen: Nur wer sich attraktiv aufstellt, sich rechtzeitig um den Fachkräftenachwuchs kümmert und sowohl für Pflegepersonal und Pflegebedürftigen eine angenehme Atmosphäre mit professionellem Service schafft, der wird am Markt bestehen. Die Agentur für Arbeit Offenburg sieht den Fachkräftemangel in der Pflege vor Ort angekommen. Zum Jahresende 2012 ist der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen im Bereich der Altenpflegefachkräfte höher, als die Zahl der arbeitslos gemeldeten Fachkräfte. Es wird zwar eine positive Entwicklungen im Ausbildungsbereich gesehen, es gibt jedoch dennoch zu wenig Absolventen zur Pflegefachkraft.Ein breites Bündnis hatte für diese Veranstaltung geladen, neben dem Landratsamt war dies die Badische Demografie Agentur (BDA), die Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis und die Agentur für Arbeit Offenburg. Im Foyer des Landratsamtes konnten die Besucher zusätzlich noch einen "Markt der Möglichkeiten" besuchen, der von Pflegefachschulen aus dem Ortenaukreis, der Agentur für Arbeit Offenburg, dem Projekt JoKi (Job und Kind/KOA) und der BDA gestaltet wurde. Die Tagungsunterlagen können unter www.ortenaukreis.de/pflegesymposium direkt sowie unter und "Aktuelles zur BDA" als PDF-Dokument heruntergeladen werden.