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Die Antragstrasse der Bahn mit zwei zusätzlichen Gleisen mitten durch Offenburg muss vom Tisch. Darauf verständigte sich heute der Ortenauer Kreistag einstimmig. Dieses politisch klare Votum, die Antragstrasse im Bahngraben in Offenburg endgültig aufzugeben und die Planungen für einen Tunnel westlich unter dem Burgerwald aufzunehmen, stärkt Landrat Frank Scherer den Rücken, diese Forderung der Region im Projektbeirat zu vertreten. Zuvor hatte sich bereits der Arbeitskreis Cluster 3, dem Scherer vorsitzt, am 22. Oktober 2012 einstimmig dafür ausgesprochen. Ebenfalls einstimmig fiel der Gemeinderatsbeschluss der Stadt Offenburg am 19. November 2012 aus sowie der Beschluss des Regionalverbands Südlicher Oberrhein vom 13. Dezember 2012. Der Projektbeirat wird voraussichtlich im ersten Quartal 2013 über die Kernforderung 1, also die Forderung nach einem Tunnel anstelle der Antragstrasse, entscheiden. Das Regierungspräsidium Freiburg als Anhörungsbehörde im Planfeststellungsverfahren sieht die Antragstrasse in der vorgelegten Form als rechtswidrig an. "Insbesondere bis zu 11,5 Meter hohe Lärmschutzwände mitten durch die Stadt Offenburg bedeuten eine städtebauliche Zerschneidung, bei der aber immer noch 4000 Wohneinheiten passiver Lärmschutzmaßnahmen bedürfen," so Landrat Frank Scherer. "Für 10 Jahre alte planerische Fehleinschätzungen dürfen die Menschen nicht politisch haftbar gemacht werden."Scherer bekräftigt: "Ich bin dankbar für das, was die Region bisher gemeinschaftlich bereits erreicht hat. Ein Eckpfeiler für die Zukunft war sicherlich, dass wir im Projektbeirat im März diesen Jahres den Beschluss erzielen konnten, dass für die KF 1 und KF 2 die gleichen Maßstäbe gelten sollen wie für KF 3 und KF 4, d.h. die bei den Abschnitten Freiburg und Markgräfler Land angewandten inhaltlichen Maßstäbe zum Lärmschutz, Landschaftsschutz, Umwelt- und Naturschutz gelten auch in den Abschnitten Offenburg und Hohberg bis Riegel. Die Entscheidung gegen die Antragstrasse muss vor der Bundestagswahl im September 2013 fallen. Ein Schweigen der hiesigen Bundestagsabgeordneten würden die Menschen sicherlich als Ablehnung des Tunnels verstehen." Die Anbindung eines Tunnels in südlicher Richtung kann sowohl an die bestehende Rheintalbahn als auch an einen autobahnparallelen Neubau der Gleise erfolgen. Die Entscheidung für einen Tunnel nimmt die Entscheidung über den Trassenverlauf auf der Strecke Hohberg-Riegel damit nicht vorweg.