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Fuhrparkerweiterung für die Straßenmeistereien des Ortenaukreises. Landrat Frank Scherer (5. v.l.) informiert sich in der Straßenmeisterei Offenburg über die PS-starken Neuanschaffungen.

Einen neuen Mercedes-Benz Unimog „U 400“ im Wert von rund 155.000 Euro hat Landrat Frank Scherer heute in der Straßenmeisterei Offenburg den Mitarbeitern des Straßenbauamts übergeben. Das 285-PS starke Fahrzeug ersetzt einen fast 12 Jahre alten Unimog, der rund 12.000 Betriebsstunden im Einsatz war und dabei über 172.000 Kilometer zurücklegte. Neben dem Unimog mit Mähgerät wurde der Fuhrpark der vier Straßenmeistereien des Ortenaukreises (Achern, Haslach, Lahr und Offenburg) um drei weitere Fahrzeuge und Maschinen erweitert, darunter eine ferngesteuerte Mähraupe zum Mähen extrem steiler Böschungen und Hänge.

„Ich freue mich, dass der Fuhrpark unserer Straßenmeistereien technisch auf dem neuesten Stand ist“, sagte Landrat Frank Scherer. „Das sind wichtige Investitionen, mit denen wir dafür sorgen, dass unsere Straßen das ganze Jahr über befahrbar und verkehrssicher sind.“

Unimog ist die Abkürzung für „Universal-Motor-Gerät“. Es handelt sich dabei um einen universellen allradgetriebenen Geräteträger, dessen große Einsetzbarkeit gerade für die Arbeit der Straßenmeisterei erhebliche Vorteile mit sich bringt, erklärt Straßenbauamtsleiter Roland Gäßler. „Ob mähen, räumen, streuen, säubern, kehren oder transportieren - der Unimog übernimmt 365 Tage im Jahr eine große Bandbreite an Aufgaben, für die ansonsten ein ganzer Fuhrpark notwendig wäre“, informiert Gäßler. Der neue Unimog, für den auch ein Schneepflug und ein Kombinationsmähgerät neu angeschafft wurden, untersteht zukünftig der Straßenmeisterei Lahr und wird in den Sommermonaten für Mäharbeiten eingesetzt. Im Winterdienst wird das Fahrzeug mit Schneepflug und Streuer ausgestattet und zum Räumen und Streuen der Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen eingesetzt.

Erstmals können die Mitarbeiter der Straßenmeistereien nun auch auf ein funkgesteuertes Raupenfahrzeug mit Mähwerk zurückgreifen. „Dies erleichtert die Arbeit an extrem steilen Böschungen, Hängen und im verwilderten Gelände ungemein, und da der Mensch von der Maschine entkoppelt ist und diese über eine Fernbedienung steuert, sinkt auch die Unfallgefahr“, sagt Gäßler. Ebenfalls neu und für Mäharbeiten und für die Grün- und Gehölzpflege in allen Straßenmeistereien wird ein zweiachsiges Mähfahrzeug Typ „Metrac H7SX“ eingesetzt. Peter Pfleghar, Straßenmeister der Straßenmeisterei Hasalch, fährt seine Einsätze zukünftig in einem neuen Opel „Mokka“. Bereits 2013 wurde für alle Straßenmeistereien eine 280-PS-starke Straßenkehrmaschine für rund 200.000 Euro gekauft. Pro Jahr stehen dem Straßenbauamt bis zu 450.000 Euro für die Beschaffung von Fahrzeugen, Maschinen und größeren Geräten zur Verfügung.

Die vier Straßenmeistereien des Ortenaukreises sind jeweils mit einem Unimog, zwei LKWs und einem Schmalspurfahrzeug ausgestattet. Zusätzlich sind zwei Kolonnen- und acht Streckenfahrzeuge im Einsatz sowie 2 weitere Fahrzeuge zur Tunnelbetreuung. Die jährliche Fahrleistung der LKWs beläuft sich jeweils auf über 30.000 Kilometer, die Betriebsleistungen der Unimogs liegen jeweils bei rund 1.900 Einsatzstunden pro Jahr. Eine Vielzahl von Aufbaugeräten und Maschinen unterstützen die Straßenwärter bei ihrer täglichen Arbeit. Insgesamt werden rund 1000 Kilometer an Bundes-, Land- und Kreisstraßen von den rund 90 Mitarbeitern der vier Straßenmeistereien des Ortenaukreises unterhalten. Zudem betreuen die Straßenmeistereien 185 Brücken, mehr als 220 Stützmauern und vier Straßentunnel.