Hilfsnavigation

  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Wir beraten Sie gerne.
  • Winter in Offenburg.
  • Kulinarische Ortenau.
Großes Bild anzeigen
Landrat Frank Scherer (links) und Georg Hille, Geschäftsführer der Bürgerwindgenossenschaft, nehmen in 135 Metern Höhe gut gesichert auf der Gondel der Windenergieanlage Platz, Nachweis: SWE Bürgerwind

In luftige Höhe begab sich diese Woche Landrat Frank Scherer während der Besichtigung der neuen Windenergieanlage „E 101“ der „SWE Bürgerwind“ auf dem Weißmoos bei Schweighausen. Gemeinsam mit Georg Hille, Geschäftsführer der Bürgerwindgenossenschaft, verließ Scherer in 135 Metern Höhe den Maschinenraum der Anlage und nahm gut gesichert auf der Gondel Platz. „Ich freue mich über dieses erfolgreiche Beispiel einer fortschrittlichen und wirtschaftlichen Windkraftanlage“, sagte Scherer. „Ich habe immer betont, dort wo es wirtschaftlich sinnvoll und vertretbar ist, den Ausbau der Windkraft im Ortenaukreis voranzutreiben. Beides ist am Weißmoos der Fall, und dass diese Anlage über eine Bürgerwindgenossenschaft verwirklicht wurde, verleiht ihr eine Vorbildfunktion“, so Scherer.

Seit November 2013 speist die 3.000 Kilowatt starke und 186 Meter hohe Windenergieanlage, deren Rotordurchmesser 101 Meter beträgt, umweltfreundlichen Strom ein, so die Betreiber. Nach Angaben der SWE Bürgerwind ist diese Anlage das größte „Repowering“-Projekt in Baden-Württemberg. Repowering bezeichnet das Ersetzen alter Windkraftanlagen durch neue Anlagen mit höherem Wirkungsgrad. Die neue Anlage auf dem Weißmoos erzeugt die fünffache Strommenge der zuvor an diesem Standort betriebenen beiden alten Anlagen. Das Landratsamt Ortenaukreis als Genehmigungsbehörde hat im Juli 2012 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt und damit grünes Licht für den Bau gegeben.

„Als einer der ersten Landkreise hat der Ortenaukreis bereits im Sommer 2011 zur Orientierung aller Akteure und der Bevölkerung begonnen, Kartenmaterial zu erarbeiteten, das zeigt, wo im Ortenaukreis genug Wind für den wirtschaftlichen Betrieb von Windkraftanlagen weht und keine größeren rechtlichen Hürden für deren Bau zu erwarten sind, wo also nicht aufgrund von Natur-, Vogel- und Landschaftsschutzgebieten zusätzliche Restriktionen bestehen“, erklärte Scherer während des Informationsbesuchs. „Damit haben wir den Gemeinden und den Unternehmern in einem frühen Stadium Planungs- und Investitionssicherheit gegeben und konnten aufzeigen, dass der Ortenaukreis seinen Beitrag zum landespolitisch gewollten Ausbau der Windkraft leisten kann, ohne dass übermäßig in Schutzgebiete eingegriffen werden muss“, so der Landrat.

Aktuell sind im Ortenaukreis 20 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 25 Megawatt in Betrieb. Hinzu kommen vier Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 50 Megawatt, die derzeit im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren anhängig sind. Sechs weitere Voranfragen liegen dem Amt für Gewerbeaufsicht, Immissionsschutz und Abfallrecht des Ortenaukreises derzeit vor.

Der erste Windpark mit drei Windenergieanlagen auf der Hornisgrinde wurde vom Ortenaukreis am 13. April 1994 genehmigt.